Dienstag, 30. September 2014

bildung: schule zu hause im september 2


Der erste Monat unserer Schule zu Hause ist schon vorüber. Es hat eine Weile gedauert, um einen neuen Rhythmus zu finden (bei allem, nicht nur bei der Schule), aber jetzt nach 30 Tagen mit neuen Gegebenheiten fühlt es sich wirklich stimmig an. 


Schule ist ein großes Thema für unsere Zweitklässlerin, vielleicht ganz besonders deshalb, weil sie noch mehr Kontakt mit anderen Kindern hat als noch im vergangenen Jahr und sie immer wieder gefragt wird, wie das denn geht mit der Schule zu Hause. Die Kinder sind neugierig (oder deren Eltern *zwinker*) und es macht unserer Schülerin sichtlich Spaß, dass sie einen eigenen Weg gehen kann. Sie genießt aber auch die Zeiten mit anderen (mehr oder weniger gleichaltrigen Kindern) beim Kinderchor der Pfarre und beim Reiten mit zwei Freundinnen oder auch in der Musikschule. Wir haben unsere Schülerin frei entscheiden lassen, welchen Weg sie im zweiten Schuljahr gehen möchte, aber es war für sie ganz klar, dass sie weiterhin so lernen möchte wie im vergangenen Jahr. Und so haben wir dieses zweite Schuljahr gut gestartet mit mehr Sicherheit als noch im letzten Jahr - einfach, weil wir besser vernetzt schon sind und auch, weil das erste Jahr eine ganz wunderbare Erfahrung war. Das bestärkt.



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Über die örtliche Volksschule haben wir (schon vor dem Sommer) die Schulbücher bestellt - "Das Zahlenbuch" für Mathematik und die Reihe "Karibu" für Deutsch. Für Englisch haben wir ein kleines Büchlein namens Tom Tiger als Unterstützung. Thematisch war bis jetzt vor allem das Wiederholen angesagt und es ist schön zu sehen, wie sich der Knoten gelöst hat beim Rechnen. Es tut gut, dem Kind genau so viel Zeit einräumen zu können, wie es benötigt, um zu lernen. Beim Rechnen also festigen wir gerade den Zahlenraum 100, mit Zehnern und Einern, ersten Versuchen zum Multiplizieren (fällt unserer Schülerin sehr leicht) und einfachen Textaufgaben. Deutsch, Lesen und Schreiben geht immer wieder Hand in Hand mit dem Sachunterricht, so beschäftigen wir uns gerade mit der Tierwelt. Unsere Schülerin gestaltet Plakate und erzählt ihren Geschwistern etwas über die Tiere, für die sie sich am meisten interessiert (Pferde natürlich) und über die Pflege ihrer Haustiere (die im Stall leben). Es gibt Texte zu bearbeiten, Leseverständnisübungen und auch Diktate. Auch lernt unsere Schülerin jede Woche ein kleines Gedicht (z.B. eines aus Was denkt die Maus am Donnerstag?) auswendig - manchmal können es ihre kleinen Schwestern schneller als sie ;-)


  

Vor allem am Wochenende gibt es viel Zeit für's Basteln und Malen. Es tut allen gut, gemeinsam zu werkeln, zu malen oder zu experimentieren. Manchmal stricke ich ein wenig während die Kinder sich kreativ beschäftigen (unlängst habe ich einen GAP-tastic-Cowl für eine Freundin zum Geburtstag gemacht - genau das richtige Muster um neben Kindern ein bisschen zu stricken) - aber eigentlich merke ich, wie viel Freude es mir macht, wenn ich wirklich ganz bei den Kindern bin. Meine neue Arbeit öffnet mir auf ganz neue Weise den Blick für das wirklich im Augenblick-Sein und das Leben mit den Menschen, die mir am wichtigsten sind. Für den Oktober jedenfalls haben wir ein paar Dinge in Planung für unsere kreativen Wochenendstunden... Sybilles neues Handbuch "Und was machen wir heute?" gibt jede Menge Inspiration - ich werde ganz sicher dann im Oktober davon erzählen :-)

Montag, 29. September 2014

naturapotheke: beinwell-salbe

In der ersten Zeit hier oben habe ich ziemlich viel ausprobiert. Salben, Tees, Tinkturen... - einfach, weil ich neugierig war und der Gedanke "vielleicht brauchen wir das" mich ein wenig leitete. Mittlerweile (und drei weitere Kinder später *zwinker*) gibt es nur mehr wenige Dinge, die ich noch mache für unsere Naturapotheke. Überhaupt gibt es in unserem Medikamentenkästchen ziemlich wenig: ein fiebersenkendes Schmerzmittel für Kinder und eines für Erwachsene. Und Pflaster, Verbandszeug und Desinfektionsmittel für Wunden. Wir fühlen uns sehr gesegnet mit der Gesundheit unserer Kinder. Bis auf fiebrige Erkältungen ab und an, Husten (nach dem Schnee-Essen im Winter...) oder Schnupfen in der Übergangszeit gibt es eigentlich nichts, was uns bisher größere Sorgen bereitet hätte. Der Kinderarzt in der Stadt sagte mir mal, dass Kinder, die viel draußen sind und in der Natur unterwegs sein dürfen (also auch mal Steine ablutschen oder an Zapfen knabbern) ziemlich robust sind. Und eine Nachbarin sagte mir, sie sei überzeugt, dass auch die Ziegenmilch gute Dienste leiste. 


Wie auch immer - trotzdem gibt es ein wenig Bedarf an Naturapotheken-Schätzchen. Neben verschiedenen Kräutern für Tees und der Huflattichtinktur sind für uns Propolistropfen sehr wichtig (für uns eine Art Antibiotika-Ersatz), die wir bislang von einem Imker hier im Dorf gekauft haben und die wir in diesem Jahr das erste Mal selbst angesetzt haben (ich werde sicher noch berichten!). Wichtig sind auch unsere Bienenwachskompressen (sind gerade im Einsatz) und das Lärchenpechbalsam (Rezept findet sich in meinem Buch Raus in die Natur). Was aber wohl den wichtigsten Platz einnimmt in unserer Naturapotheke ist die Beinwell-Salbe - vor allem in den warmen Monaten, wenn wir viel draußen sind und am Feld oder im Garten arbeiten. Gemacht nach dem Rezept meiner Nachbarin, von der ich auch die Wurzeln bekommen habe, da meine Beinwellpflanze im Garten noch zu jung ist.


Man schneidet die Wurzeln in feine Scheiben und zieht diese in Schmalz aus. Dann kann man entweder Vaseline hinzufügen oder Bienenwachs und (Oliven)öl - es soll alles gut miteinander verschmelzen, aber nicht zu heiß werden. Dann abseihen, abfüllen und auskühlen lassen. Beinwell-Salbe kann man bei stumpfen Verletzungen einreiben, bei Schwellungen oder Wunden/Schnitten an schlecht heilenden Stellen. Auch bei rissigen und rauhen Händen im Winter habe ich schon gute Erfahrungen gemacht. Ganz besonders überrascht hat uns die Wirkung der Salbe bei Bienenstichen. Wenn die Kinder im Sommer barfuß unterwegs sind, passiert es ab und an, dass sie auf eine Biene steigen - und ja, auch beim Imkern kann es mal einen Stich geben. Wenn man den Stachel entfernt und dann Beinwell-Salbe auf den Stich gibt, schwillt die Stelle kaum an.


Es tut gut, selbst etwas machen zu können, das heilsam wirken kann. Während die Salbe auskühlte, haben wir die Dokumentation Food Inc. angeschaut. Auch wenn alles im Film von den USA erzählt, so ist es doch erschreckend, wie viele Parallelen zu Europa zu finden sind - vor allem, wenn man einen kleinen Einblick in die Fördersysteme der EU bekommen hat. Und wenn man weiß, wie kleine Betriebe nach und nach vom System vertrieben werden und riesige Konzerne immer noch riesiger werden können. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was geschieht, wenn das Freihandelsabkommen mit den USA kommt (über jenes mit Kanada möchte ich lieber gar nicht nachdenken - es ist ja schon beschlossen).... ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie die bäuerliche Struktur in Österreich zum Beispiel dann sich entwickelt. Wahrscheinlich gar nicht mehr, weil man Angst vor den Klagen von großen Konzernen haben müsste (weil man sein eigenes Saatgut weiterverwendet zum Beispiel...) und kein Geld hätte so viel für Anwälte und Gerichte zu bezahlen. *seufz*


Nun, bei aller Sorge im Blick auf die verschiedenen Entwicklungen in der Welt, bin ich unglaublich dankbar für unsere kleine gesunde Welt, in der ich mit ein wenig Salbe trösten, wohltun und heilen kann. Als kleines Zeichen dafür, dass ich an das Gute glauben möchte und hoffe, dass es stärker ist als alle riesigen Konzerne, Macht- und Geldgier zusammen: Ein kleines Gläschen davon möchte ich gerne jemandem schicken, der hier mitliest. Wer gerne möchte, bitte einfach eine kleine Info im Kommentar hinterlassen. Wenn es mehrere Interessierte geben sollte, lose ich aus (bei der Sonntagsfreude dann)

Samstag, 27. September 2014

sonntagsfreude

Sonntagsfreude... das wunderschöne Hochzeitsfest von lieben Freunden, bei dem wir dabei sein durften. 
Einige Stunden zumindest, bis die Kinder wirklich nicht mehr "gesellschaftsfähig" waren *zwinker* - und dafür direkt vom Auto im Bett landeten und schlummerten. 
Auch das: Sonntagsfreude ;-)




Montag, 22. September 2014

was gut tut: kleine momente


Ich mag Abende. Der Trubel des Alltags wird ruhiger, wir sind alle im Haus und kleine neue Rituale entwickeln sich. Die Kinder werden älter, selbstständiger und haben andere Bedürfnisse als noch vor gar nicht all zu langer Zeit - und wir Eltern wachsen mit ihnen. Verändern uns. So wie unser Alltag sich durch die neue Arbeitssituation und -aufteilung nun ganz anders erleben lässt. Vor allem habe ich nun kaum mehr Abendtermine (außer Bereitschaftsdienst ab und an) - abends zu Hause sein zu können bringt neue Lebensqualität für mich. Kleine Momente. Sie tun gut. Sehr.


Was ich ganz besonders gern mag sind die kleinen Momente mit jedem der Kinder. Das Zubettbringen unseres Jüngsten zum Beispiel während die Mädchen miteinander spielen. Eine halbe Stunde vielleicht, in der ich neben ihm liege, ihm vorlese oder ihm ein wenig zusehe, wenn er gerade eingeschlafen ist. Ein Kind ist ein solches Wunder, wie es wächst und sich entwickelt. Ein großes Geschenk, das erleben und begleiten zu dürfen.

  

Mit den Zwillingen gibt es weniger Einzelmomente abends. Die beiden scheinen sich am besten zu verstehen und ohne Streit miteinander spielen zu können, wenn sie wissen, dass sie ansonsten ins Bett müssen *zwinker*. Trotzdem: das Herausholen eines Puzzles oder Spiels, das meist jeder für sich, aber doch gemeinsam an einem Tisch, macht, ist eine gute Zeit. Zeit zum Dabeisitzen, sich vom Tag erzählen lassen oder mitzuspielen. Wobei es deutlich lustiger ist für die Mädchen, wenn das der Papa macht. Denn der versucht (ziemlich offensichtlich) zu schummeln und das zu entdecken, gefällt den kleinen Detektivinnen. Schön, so kleine Momente zu erleben. Das sind Momente, von denen mir Menschen bei der Arbeit immer wieder erzählen, wie gern sie diese erleben würden, wie viel es ihnen bedeuten würde, zu Hause und nicht im Krankenhaus zu sein. Nichts Außergewöhnliches, sondern einfach Alltägliches im Miteinander. Zu Hause. Jedes Mal, wenn die beiden Mädchen im Bett liegen und friedlich schlafen denke ich daran, wie viel Angst ich hatte in der Schwangerschaft mit ihnen und wie sehr ich mich sorgte um ihr Wohlergehen. Das war schwierig für mich damals. Umso kostbarer ein solcher kleiner Moment, in dem ich mich zurückerinnere und sehe, dass alles gut gekommen ist.


Abends ist auch eine Zeit der Schule. Wir bereiten für den nächsten Tag vor. Mathematik organisiert der Papa, aber Deutsch, Lesen, Schreiben, Sachunterricht... das plane ich gemeinsam mit unserer Schülerin. Wir haben vier wunderschöne und inspirierende Bücher besorgt, die nun immer wieder in Verwendung sind und zu denen auch unsere Schülerin immer wieder Ideen hat, die sie umsetzen möchte. Alle Welt ist ein ganz besonderer Atlas, Mein erstes großes Buch von der Natur ist sehr künstlerisch und lässt Ideen für eigenes kreatives Gestalten mit Sprache und Bildern aufkommen, Birke, Buche, Baobab ist ein schönes Buch über Bäume, ihre Blätter und Früchte und Fliegende Feder ist ein Projektbuch zum Thema Indianer. Vor allem die Lieder darin und die Geschichten gefallen unserer Schülerin. Dieses gemeinsame Sitzen am Tisch im Schulzimmer, das Überlegen und Sprechen über verschiedene Themen. Einfach diese kleinen Momente mit meiner Ältesten, die so groß schon ist (war es nicht erst unlängst, dass ich sie in den Schlaf streichelte und ihr Lieder vorsang?) und die Fragen hat, die ihre kleinen Geschwister (noch) gar nicht bewegen: es tut gut, ihnen Raum geben zu können. Zeit zu haben, bevor auch sie ins Bett geht und ich dieses große Kind zudecke, meine älteste Tochter. Als sie ganz klein war, war der Abend eher Papazeit für sie, weil ich für die letzten Prüfungen an der Uni lernen musste. Umso mehr genieße ich es jetzt, dass ich einfach Zeit habe. Sie tun so gut, diese kleinen Momente. Sie machen mich glücklich. Immer wieder auf's Neue.

Sonntag, 21. September 2014

sonntagsfreude


Sonntagsfreude
wenn Menschen, die sonst meist am "Rand der Gesellschaft" stehen eine Stimme und ein Ort gegeben wird, um ihre Geschichte zu erzählen. Und zu singen...



Dienstag, 16. September 2014

im neuen rhythmus...

Stück für Stück wächst ein neuer Alltag. Es ist eine große Umstellung für alle den gewohnten Rhythmus neu zu gestalten. Alle Bereiche sind jetzt anders. Die Stallarbeit, das Frühstücken, die Arbeit, die Schule zu Hause, der Haushalt, die Wäsche,... - einfach alles. Und doch ist es erstaunlich, wie schnell sich dann alles gewohnt anfühlt, sobald es mal ein oder zwei Wochen eben anders gelaufen ist. Es gibt noch kleine Stellen, die nachjustiert werden müssen, wie man so schön sagt. Aber im Großen und Ganzen ist es gut so wie es ist. All die Sorgen und schlaflosen Nächte, in denen ich mir alle möglichen Horrorszenarien des Chaos zu Hause und der Überforderung bei der Arbeit ausgemalt hatte - ich hätte sie mir sparen können. Nicht eine einzige Sache ist geschehen, die ich befürchtet hatte. Gott sei Dank!


Die Schule zu Hause hatte mich sehr beschäftigt. Nun - es läuft wunderbar bislang. Ich bereite in Absprache mit meinem Mann alles vor, immer wieder auch gemeinsam mit unserer Schülerin und am Vormittag ist Schulzeit. Unabhängig davon, ob ich nun zu Hause bin oder nicht. Unser Mädchen arbeitet sehr selbstständig, sucht sich selbst Aufgaben, die sie interessieren (z.B. macht sie gerade ein Natur-Lexikon) und mit dem Papa als Ansprechperson gelingt so manches fast besser als mit mir. Das Rechnen ist so etwas. Denn das ist das absolute Lieblingsfach meines Mannes gewesen und seine Begeisterung im Finden von Rechenwegen, Suchen von Eselsbrücken und Ausdenken von lustigen Rechengeschichten steckt unsere Schülerin an. Und ihre Begeisterung wiederum führt dazu, dass sie den kleinen Schwestern einfache Rechenaufgaben stellt und Wege sucht ihnen zu erklären, wie man rechnet. Ansonsten besucht unser Mädchen weiterhin die Musikschule und freut sich, dass sie nach ihrer Freundin (die auch zu Hause unterrichtet wird) Stunde hat und die Geigenlehrerin das so eingeteilt hat, dass die beiden Mädchen zwischen ihren jeweiligen Einzelstunden eine gemeinsame Einheit haben zum Ensemblespiel. Beim Reiten gibt es auch Neuerungen - sie geht gemeinsam mit zwei anderen Freundinnen in eine "richtige" Reitschule. Die ist zwar weiter weg, aber durch die Möglichkeit sich mit zwei anderen Eltern abwechseln zu können im Bring- und Holdienst der Kinder fällt das nicht so sehr ins Gewicht. 


Wo noch ein bisschen nachjustiert werden muss, das ist der Haushalt. Vor allem mit der Wäsche komme ich nicht recht "nach". Entweder trocknet die Wäsche nicht, weil es ständig regnet und der Trockner ist noch besetzt, weil ich es nicht geschafft habe, die Wäsche herauszunehmen. Ach, eine endlose Geschichte. Ähnlich den Staubflusen und dem Badputzen. Aber im Vergleich zu den Problemen, die mir  bei der Arbeit begegnen, ist das Luxusjammern. Ich bin sehr glücklich bei meiner Arbeit. Ich fühle mich angenommen, gebraucht und ich bin dankbar für die Begegnungen jeden Tag. Ein großer Themenbereich ist natürlich die Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen - ein anderer Schwerpunkt meiner Arbeit ist ein Bereich, der in vielerlei Hinsicht eine Grauzone ist zwischen Tabu und "ach ja, das gibt es tatsächlich auch noch". Ich möchte gerne einen Beitrag zum Thema, der mich sehr bewegt hat hier teilen und auch auf den Verein Pusteblume verweisen, der uns, die wir an einem guten Weg im Krankenhaus-Erleben arbeiten, sehr unterstützt.


Was ich langsam lerne und wohl noch eine Weile dauern wird, ist das Abschalten. Es wird von Tag zu Tag besser und ich glaube, dass auch der Fahrweg von einer guten halben Stunde gut tut. Das Unterwegssein lässt mich so manches noch einmal überdenken und wenn ich dann die Passstraße hinunter fahre zu uns in Tal fühle ich mich jedes Mal ein Stück weit leichter. Ich sehe so manches mit neuen Augen, scheint mir manchmal. Die gepflückten Blumen am Küchentisch und die gemalte Namenstagskarte für mich, der ziemlich verbrannte Kuchen, in dem doch sehr viel Liebe steckte und das Essen, das mein Mann jeden Tag für mich aufwärmt, wenn ich nach Hause komme - es lässt mich noch einmal tiefer und bewusster wahrnehmen, wie wichtig und wertvoll meine Familie und unser Zuhause für mich ist.


Ach ja, was ich mache, wenn ich zu Hause bin? Vor allem Haushalt. Für Bücherschreiben und solche Dinge werde ich wohl lange keine Energie mehr haben *zwinker*. Und mit den Kindern etwas machen, damit mein Mann einmal ungestört etwas werkeln kann. Im Garten ernten. Im Moment Kartoffeln und Kraut. Abends machen wir "Sauerkraut im Glas" nach einem Rezept im Bio-Gartenbuch oder schneiden Apfelringe zum Trocknen im Dörrapparat. Und schauen Filme nebenbei, unlängst zum Beispiel Philomena. Ein Film, an den ich oft denken muss. Was wir auch haben ist Nachwuchs. Darf ich vorstellen, unsere drei österreichischen Landgänse (zwei Weibchen und ein Männchen). Ja. Ich glaube, das war es mal an Neuigkeiten der letzten Wochen. Ich weiß nicht, wann ich wieder dazukomme und Energie für's Bloggen habe. Heute jedenfalls hatte ich einfach Freude daran hier ein bisschen zu erzählen von dem, was mich gerade so bewegt. Am Sonntag zur Sonntagsfreude bin ich spätestens wieder da. Vielleicht schaff ich es mit einem Beitrag pro Woche plus die Sonntagsfreude. Mal sehen. Ich muss noch ein bisschen ankommen im neuen Rhythmus. Danke für euer Begleiten!!!

Samstag, 13. September 2014

sonntagsfreude


Meine Shalom-Weste ist fertig. Immer mal wieder ein paar Reihen gestrickt ging es langsam, aber stetig voran (immerhin stricke ich seit Mai immer mal wieder dran...). Eine Weste, die ich immer mal wieder auch bei der Arbeit trage unter meinem weißen Kittel. Sie ist immer wieder ein schöner Einstieg im Gespräch mit Patienten. Mal ist es die Farbe, die an etwas erinnert und manchmal ist es auch die Gemeinsamkeit des Gernestrickens, die irgendwie verbindet und die Tür öffnet für ein Gespräch ganz anderer Tiefe. Solche Momente sind nicht machbar oder planbar -... solche Momente sind kostbar und wertvoll. Sonntagsfreude, wenn diese einfache gestrickte Weste zu solch einem Moment führen kann. Das macht dieses einfache Strickstück zu etwas ganz Besonderem. Zu meiner Sonntagsfreuden-Weste


Notizen zur Strickarbeit finden sich hier auf ravelry für alle Interessierten.