Samstag, 23. September 2017

am feld: herbstfeuer


Es ist schon eine kleine Tradition für uns: das Herbstfeuer am Acker. Wenn alle Kartoffeln geerntet sind und die Hühner schon emsig gescharrt haben, machen wir ein kleines Feuer. Würstchen und Brot auf zurechtgeschnitzten Stöcken grillen, am Feuer sitzen und uns alljährliches "Herbstfeuer-Familienfoto" machen... eigentlich nichts Großartiges - und doch fühlt es sich so an, als wäre erst dann so richtig richtig Herbst hier am Hof. Das Heu ist fertig eingebracht, die Schafe werden bald geschoren, im Garten leuchten die Kürbisse und die Vögel bedienen sich an den Sonnenblumen. Wenn das Wetter gut ist, wird gepflügt und dann das erste Mal Roggen gesät. In der Küche warten noch Rohnen auf das Einkochen und auch das Kraut will noch verarbeitet werden. Aber es wird schon weniger Arbeit als noch vor einigen Wochen. Zum Schlafengehen lese ich den Kindern die Herbstgeschichten von Erwin Moser und irgendwie kommt beim Lesen und Bilderbetrachten in mir Vorfreude auf: vielleicht schaffe ich bis Weihnachten die beiden Ärmel für die Schafwolljacke, an der ich seit Jahren (nicht nur gefühlt...) stricke. Vielleicht bekommen wir ja einen schönen, kalten und schneereichen Winter? 

Sonntag, 17. September 2017

kreatives: Fensterbild Herbst


Es regnet. Gefühlt seit Wochen. Und es scheint sich nicht viel zu ändern an der Wetterlage. Während der Woche gibt es immer genug zu tun, aber am Wochenende kommt ab und an mal ein Moment, in dem keiner mehr so richtig weiß, was man noch tun könnte. In einem solchen Augenblick nahm ein Kind das Buch Mit farbigen Transparenten durch das Jahr in die Hand, das schon Jahre im Regal steht und aus dem wir noch nie etwas gemacht haben. Aber jetzt sind die Kinder so groß, dass sie gemeinsam - jeder nach seinen Fähigkeiten - dieses herbstliche Fensterbild gestaltet haben. Nun leuchtet es am Fenster und jeder kann es vom Esstisch aus sehen. Dahinter ziehen dicke Nebelschwaden durch das Tal und die Regentropfen prasseln vom Wind gepeitscht an die Fensterscheiben. Aber das Licht, das durch das dünne, durchscheinende Papier fällt, erinnert daran: irgendwann wird es auch hier noch wunderbare, goldene Herbsttage zum Drachensteigen geben...

Dienstag, 5. September 2017

gartenjahr: august


Spät, sehr spät: ein Blick in den Garten im August. Die Zwiebeln waren alle abgeerntet und die Gründüngung (Buchweizen) schon kräftig gewachsen und in Blüte. Zucchini, Kohlrabi und jede Menge Karotten wurden nach und nach geerntet; im Gewächshaus wurden die Gurken- und Tomatenpflanzen teilweise schon verräumt. Die Ernte war reichlich und etliche noch grüne Tomaten reifen immer noch nach und nach auf der Küchenfensterbank und werden für Salate oder einfach so verwendet. Mittlerweile gab es schon den ersten Schnee hoch oben auf den Bergen, die Blätter beginnen sich ringsum zu färben und es ist ziemlich kalt geworden. Hauptarbeit sind jetzt die vielen Bohnen und Rohnen, die zu ernten und verarbeiten sind. Bei Kohlrabi und Karotten ist mittlerweile auch schon die Gründüngung am Wachsen (Buchweizen und Phacelia). Im Gewächshaus sind die meisten Physalis erntebereit und die letzten roten Paprika, sogar einige Wassermelonen haben wir zum Genießen. An der Hauswand reifen langsam die Weintrauben und einige Birnen (die ersten jemals hier am Hof, seit wir hier leben) gibt es auch dieses Jahr. Der August war so dicht mit Heu- und Gartenarbeit, Ausflügen in die nähere Umgebung und dem "ganz normalen Alltag", dass es nicht zu mehr Fotos gereicht hat. Gartentechnisch male ich schon Skizzen und Pflanzpläne für das kommende Jahr, schreibe Listen für erforderliches Saatgut und halte alles in meinem Gartentagebuch fest. Er ist viel Arbeit, unser großer Garten. Aber bald kommt die Herbst- und Winterruhe, in der wir dann das Geerntete immer noch genießen können :-)



Samstag, 2. September 2017

eine reise wert: die nähere umgebung





Wir waren diesen Sommer nur in der näheren Umgebung unterwegs. Manchmal einen Nachmittag oder Vormittag lang, seltener den ganzen Tag. Vor allem in den umliegenden Bergen haben wir neue Wege versucht, alte vertraute Routen gemeinsam mit Freunden, die uns im Laufe des Sommers besucht haben, genossen. Einige warme Schwimmbadspätvormittage haben wir genossen, Radtouren mit dem Ziel eines Eisbechers in einem Nachbardorf gemacht und sogar Goldwaschen (wobei wir keines gefunden haben, allerdings jede Menge anderer interessanter Gesteine) stand am Programm. Geburtstage haben wir gefeiert, einen davon auf einer naheliegenden Burg mit Kinderführung und vor allem auch viel am Feld und im Garten gearbeitet. Es war ein reicher Sommer, der jeden Tag etwas Schönes mit sich brachte und der zeigte, dass sie definitiv eine Reise wert ist: die nähere Umgebung. Ein bisschen das entdecken, weswegen so viele Touristen hierherkommen, kann gut tun. Es ist wirklich schön hier :-)
 
 

Montag, 14. August 2017

bienen: honig 2017


Ganz wunderbar war die Honigernte dieses Jahr. Für unsere Verhältnisse haben wir wirklich viel Honig geerntet, ein wenig Wabenhonig auch vom Entdeckelungswachs (die Kinder nennen ihn "Kaugummi") und ja, wir sind sehr glücklich mit unseren Bienen. Falls jemand mag: das Buch Die Biene ist ein sehr schönes Buch zum ersten Hineinschmökern in diese wunderbare Tierwelt (jedoch ist es keine Anleitung zum Bienenhalten, dazu gibt es bessere!).
 
 

Mittwoch, 9. August 2017

garten: blumen






 
Es dauert mit den Blumen, doch jedes Jahr werden sie kräftiger und blütenreicher. Der ganze Randstreifen entlang des Zauns ist mein Blumengarten - viel wuchert auch dort, das da nicht sein sollte, aber dank Häckselgut und konsequentem Jäten wird es Jahr für Jahr besser und alles Blühende kann kräftig anwachsen und sich den Platz nehmen, den es braucht. Besonders glücklich bin ich über die Vielfalt, die in erster Linie im Blick auf unsere Bienen so gewählt wurde. Im späten Frühjahr blühten nach den Frühblühern die Pfingstrosen, später dann die Lupinen und jetzt blüht eigentlich alles, das bislang noch nicht zur Geltung kommen konnte. Im Herbst dann freue ich mich auf die Lampionblumen und die Hagebutten, die mit ihrem satten Orange dann in der immer grauer werdenden Umgebung leuchten. 

Dienstag, 1. August 2017

am feld: dinkelernte 2017


 
 


 


Unser Dinkel ist geerntet. Knapp zwei Wochen früher als im letzten Jahr. Das Garbenbinden hat eindeutig Fortschritte gemacht und das Trocknenlassen am Bretterzaun entlang ist auch stabiler als im steilen Acker. Learning by doing. Jahr für Jahr :-)