Mittwoch, 15. Februar 2017

gartenjahr: februar 2017

 
 

 
Schon jetzt macht es mir Freude, die Veränderungen im Garten bewusst auf Bildern festzuhalten: schon zwei Monate in diesem Gartenjahr! Eine kleine Veränderung habe ich aber noch mit mir beschlossen: statt der Schuhe, die ich im Garten trage, halte ich auch unser kleines Zwischengärtchen fest. Hochinteressant ist die Fußbekleidung ohnehin nicht: das ganze Jahr über schwankt es zwischen meinen Haus&Hof-Waldviertlern, Gummistiefeln oder meinen frischgrünen Gartenschlapfen. Heute waren es Gummistiefel, zumal es durch die Schneeschmelze recht matschig ist.
  • Im unteren Garten hat sich nicht viel verändert. Der Schnee schmilzt. Es sind aber noch keine Frühblüher-Spitzen am Zaun entlang zu entdecken. Trotzdem spüre ich, wie in mir Vorfreude aufkommt auf das aktivere Gartenjahr. Auch wenn dieses vermutlich erst Anfang Mai beginnen kann.
  • Im Zwischengärtchen kann man schon gut auf der Bank an der Hauswand sitzen und die warme Sonne genießen. Es ist eine Art Genussgärtchen, in dem wir im Sommer grillen, mit Gästen im Freien sitzen, das Plantschbecken aufstellen und im Herbst dann die Weintrauben, die die Hauswand hochranken, genießen. Ich freue mich schon, wenn die Blumen ringsum blühen und die Buchenhecke wieder grünt.
  • Im oberen Garten ist auch noch alles ruhig. Es wird noch dauern, bis wir unser Glashaus aufstellen können. Ein wenig machen wir uns Gedanken, wie wir unsere Brombeeren besser ranken lassen können. Vielleicht bauen wir ein größeres Gerüst, mal sehen.
In Gartenbüchern blättere ich noch nicht, ich weiß ziemlich genau, was wir anpflanzen werden dieses Jahr. Wenige Sorten, davon aber mehr (weil sie auch gegessen werden) - Experimente, außergewöhnliche Sorten oder gar Exotisches reizen mich nicht. Vielleicht werde ich alt? Aber ich greife immer mehr auf Bewährtes zurück und vor allem auf Dinge, die auch die Kinder gerne essen. Etwas, das ich dieses Jahr aber versuchen möchte, ist, selbst Saatbänder zu machen. Vor allem für die Karotten - ich hoffe, es gelingt (mit Kinderhilfe?): ich werde berichten :-)
 
 

Montag, 13. Februar 2017

familie: musik

 

 

 
Als ich noch nicht Mutter war, erschien es mir irgendwie seltsam, wenn Eltern im Publikum saßen und ihre Kinder eifrig beklatschten, fotografierten, filmten und übers ganze Gesicht strahlten. Jetzt gehören wir selber zu diesen Eltern. Und als unsere Älteste bei den diesjährigen Streichertagen mit dem Orchester dann Stücke wie dieses hier spielte... ja, da saßen jede Menge strahlender Eltern im Publikum. Das gemeinsame Musizieren der Kinder und Jugendlichen mit Profis, die Bekanntschaften zwischen den Kindern aus der Region, die glückliche Stimmung der Instrumente, Musiker und des Publikums gleichermaßen, die ernsthaften Blicke zum Dirigenten - ein Geschenk, das alles erleben zu dürfen. Die kleinen Schwestern sind noch ganz am Anfang mit dem Erlernen ihrer Instrumente, der Jüngste weiß noch gar nicht, was er einmal lernen möchte. So vieles gibt es zur Auswahl. Immer wieder blättert er durch Im Konzert und In der Musikschule - und findet allerlei Interessantes. Auch wenn ihn die vielen Streicher faszinierten - er will etwas noch Lauteres, wie mir scheint. Schlagzeug, Orgel oder Trompete sind es im Moment. Mal sehen, bei welchen Konzerten wir in Zukunft noch sitzen werden... in jedem Fall erscheint es mir gar nicht mehr seltsam, übers ganze Gesicht zu strahlen, wenn der Nachwuchs auf der Bühne steht ;-)

 

Dienstag, 7. Februar 2017

jahreszeiten: winter




Winter - endlich. So wenig Schnee wie dieses Jahr haben wir hier noch nie erlebt. Aber nun seit zwei Tagen ein bisschen Wintergefühl. Schianzüge, die wirklich gebraucht werden. Fäustlinge, die am Heizkörper trocknen. Winterstiefel, die nun endlich zeigen können, ob sie wirklich feuchtigkeitsundurchlässig sind. Bobfahren im Feld unterm Haus, Schneemannbauen im Garten. Vor dem Abendessen nochmal hinaus gehen (so sind die Kinder schön müde, wenn es Schlafenszeit ist), während der Stallarbeit das Lachen der Kinder draußen im Schnee hören und das aufgeregte Bellen des Hundes, der den Kindern nachläuft, wenn sie den Hang hinunterdüsen oder die Karotte vom Schneemann runterknabbern möchten. Ein paar Tage zum Genießen des Winters, bevor die weiße Pracht wegschmilzt und wir alle bereit sind für den Frühling. Irgendwie fühlt sich Frühling ein bisschen besser an, wenn davor auch ein wenig Winter spür- und sichtbar war :-)
 
 

Mittwoch, 25. Januar 2017

yarn along 15


Es geht weiter, im Moment sogar ziemlich motiviert: die Bauernjacke, immerhin das vierte Jahr jetzt auf Nadeln, ist mittlerweile schon auf halbem Bauch vom Bauern gestrickt. Bei seiner Körpergröße ist da zwar noch einiges zu stricken, aber es geht zur Zeit schneller weiter mit den Reihen als jemals zuvor. Beim Lesen geht es auch gut voran, sehr kurzweilig die Lektüre über Die Schäferin von Yorkshire - irgendwie passend: die Schafwolle auf Nadeln und das Thema Schafe im Buch. Ein sehr schafiges  yarn along diesmal :-)
 
 

Samstag, 21. Januar 2017

bienen: bienenwachskompresse

Eines der wertvollsten Hausmittel sind für uns die Bienenwachskompressen. Einige Jahre online bei einer bio-Imkerei bestellt, dann von einer imkernden Arbeitskollegin bekommen und nun auch selbst gemacht: ein Mull-/Leinentuch (Stoffwindel) wird in passend kleine Stücke geschnitten und mit gereinigtem Wachs getränkt. Nach dem Abkühlen und Festwerden einfach in Butterpapier gewickelt, leisten sie den ganzen Winter über gute Dienste. Vor allem bei Husten für die Kinder abends ein wertvoller Beitrag zum Wiedergesundwerden.
Sehr animiert dazu hat mich das Buch Heilsame Wickel und Auflagen, als ich auf der Suche nach etwas war, das bei Husten hilfreich ist. Vor allem beim Einschlafen eine große Hilfe. Die Kinder mögen die Kompressen unterschiedlich gern (bis gar nicht) - aber wenn der Husten sehr plagt, fragen sie mittlerweile selbst danach.


 
Die Wachskompresse wird aus dem Papier gewickelt (ich schreibe die Namen auf das Papier, so hat jeder eine eigene(n) Kompresse(n)) - dann wird die Kompresse mit dem Fön etwas erwärmt: wenn das Wachs warm und weich wird, prüfe ich mit der Hand, ob es nicht zu heiß ist und lege die Kompresse dann direkt auf den Oberkörper des hustenden Kindes. Manchmal lege ich noch ein kleines Handtuch darauf, meistens sind aber einfach das Unterhemd und der Pyjama darüber. Die Wärme, der feine Duft nach Bienenwachs und vielleicht auch einfach die besondere Zuwendung scheinen gut zu tun. Wenn die Kinder dann tief und ruhig schlafen, nehme ich die Kompressen manchmal weg, da sie gern verrutschen. Wenn des Nachts ein Hustenanfall plagt, wärme ich die Kompresse wieder von Neuem und lege sie auf. Ich glaube, die Bienenwachskompressen sind etwas vom Bewährtesten in unserer Hausapotheke. Im Moment Nacht für Nacht im Einsatz... bei Kindern wie Eltern :-(
 
 
 
 


Montag, 16. Januar 2017

stricken: honiggolden




Das große Kind wird in letzter Zeit mit Strickstücken verwöhnt, allesamt golden. Honiggolden dieser Honeycowl, gestrickt aus dem letzten Rest einer goldenen Wolle, die vor Jahren schon mal zu einer Sonnenglitzer-Jacke und vor kurzem erst zu Fingerfrei-Stulpen verstrickt wurde. Nun ist die Wolle aufgebraucht und wärmt jetzt verstrickt in dem einfachen, aber so wirkungsvollen Muster des Halswärmers. Honiggolden, sobald die Sonne auf die Wolle scheint. Im Moment bläst aber eher der eisige Wind darauf. Honiggolden trotzdem :-)

 

Sonntag, 15. Januar 2017

eine reise wert: mit dem finger auf der landkarte


 
 
Wir sind noch nicht viel herumgekommen mit den Kindern. Die Umgebung hier entdecken wir nach und nach, innerhalb Österreichs haben wir schon ein paar schöne Plätze besucht und natürlich waren wir auch schon einige Male in der Heimat von Herrn Kreativberg. Nicht zu vergessen unsere spontanen Tagesfahrten ans Meer. Aber wir kennen viele Menschen auf aller Welt, Freundschaften durch das Studium zumeist und ein Onkel ist besonders viel auf Reisen. Aus allerlei Ländern finden wir Postkarten im Briefkasten. Der Atlas Alle Welt begleitet uns schon lange und auch der dazu passende Aktivitätsblock ist langen Schlechtwettertagen sehr beliebt. Aber so eine richtig große Weltkarte, die ganz neu den Blick für die Weite der Länder öffnet... das ist etwas Neues :-)
 





Das Tapezieren war eine sehr neue Erfahrung. Aber mit Kreuzlinien-Laser wurde in unserem ziemlich schiefen Haus dann die Tapete doch einigermaßen gerade. Die Fototapeten haben wir geschenkt bekommen - im ersten Moment wussten wir nicht recht, wohin damit. Aber im Zimmer unseres Jüngsten hat sie einen wunderbaren Platz bekommen. Ein ganz neuer Horizont hat sich eröffnet, nicht nur für die Kinder.


 
Bei den Gutenachtgeschichten am Abend suchen wir jetzt seit Neuestem immer auch das Land, in dem die Erzählung spielt (z.B. suchten wir nun unlängst Island). Man kommt ins Reden, wenn man unterwegs ist. Selbst, wenn es nur mit dem Finger auf der Landkarte ist :-)