Samstag, 21. Januar 2017

bienen: bienenwachskompresse

Eines der wertvollsten Hausmittel sind für uns die Bienenwachskompressen. Einige Jahre online bei einer bio-Imkerei bestellt, dann von einer imkernden Arbeitskollegin bekommen und nun auch selbst gemacht: ein Mull-/Leinentuch (Stoffwindel) wird in passend kleine Stücke geschnitten und mit gereinigtem Wachs getränkt. Nach dem Abkühlen und Festwerden einfach in Butterpapier gewickelt, leisten sie den ganzen Winter über gute Dienste. Vor allem bei Husten für die Kinder abends ein wertvoller Beitrag zum Wiedergesundwerden.
Sehr animiert dazu hat mich das Buch Heilsame Wickel und Auflagen, als ich auf der Suche nach etwas war, das bei Husten hilfreich ist. Vor allem beim Einschlafen eine große Hilfe. Die Kinder mögen die Kompressen unterschiedlich gern (bis gar nicht) - aber wenn der Husten sehr plagt, fragen sie mittlerweile selbst danach.


 
Die Wachskompresse wird aus dem Papier gewickelt (ich schreibe die Namen auf das Papier, so hat jeder eine eigene(n) Kompresse(n)) - dann wird die Kompresse mit dem Fön etwas erwärmt: wenn das Wachs warm und weich wird, prüfe ich mit der Hand, ob es nicht zu heiß ist und lege die Kompresse dann direkt auf den Oberkörper des hustenden Kindes. Manchmal lege ich noch ein kleines Handtuch darauf, meistens sind aber einfach das Unterhemd und der Pyjama darüber. Die Wärme, der feine Duft nach Bienenwachs und vielleicht auch einfach die besondere Zuwendung scheinen gut zu tun. Wenn die Kinder dann tief und ruhig schlafen, nehme ich die Kompressen manchmal weg, da sie gern verrutschen. Wenn des Nachts ein Hustenanfall plagt, wärme ich die Kompresse wieder von Neuem und lege sie auf. Ich glaube, die Bienenwachskompressen sind etwas vom Bewährtesten in unserer Hausapotheke. Im Moment Nacht für Nacht im Einsatz... bei Kindern wie Eltern :-(
 
 
 
 


Montag, 16. Januar 2017

stricken: honiggolden




Das große Kind wird in letzter Zeit mit Strickstücken verwöhnt, allesamt golden. Honiggolden dieser Honeycowl, gestrickt aus dem letzten Rest einer goldenen Wolle, die vor Jahren schon mal zu einer Sonnenglitzer-Jacke und vor kurzem erst zu Fingerfrei-Stulpen verstrickt wurde. Nun ist die Wolle aufgebraucht und wärmt jetzt verstrickt in dem einfachen, aber so wirkungsvollen Muster des Halswärmers. Honiggolden, sobald die Sonne auf die Wolle scheint. Im Moment bläst aber eher der eisige Wind darauf. Honiggolden trotzdem :-)

 

Sonntag, 15. Januar 2017

eine reise wert: mit dem finger auf der landkarte


 
 
Wir sind noch nicht viel herumgekommen mit den Kindern. Die Umgebung hier entdecken wir nach und nach, innerhalb Österreichs haben wir schon ein paar schöne Plätze besucht und natürlich waren wir auch schon einige Male in der Heimat von Herrn Kreativberg. Nicht zu vergessen unsere spontanen Tagesfahrten ans Meer. Aber wir kennen viele Menschen auf aller Welt, Freundschaften durch das Studium zumeist und ein Onkel ist besonders viel auf Reisen. Aus allerlei Ländern finden wir Postkarten im Briefkasten. Der Atlas Alle Welt begleitet uns schon lange und auch der dazu passende Aktivitätsblock ist langen Schlechtwettertagen sehr beliebt. Aber so eine richtig große Weltkarte, die ganz neu den Blick für die Weite der Länder öffnet... das ist etwas Neues :-)
 





Das Tapezieren war eine sehr neue Erfahrung. Aber mit Kreuzlinien-Laser wurde in unserem ziemlich schiefen Haus dann die Tapete doch einigermaßen gerade. Die Fototapeten haben wir geschenkt bekommen - im ersten Moment wussten wir nicht recht, wohin damit. Aber im Zimmer unseres Jüngsten hat sie einen wunderbaren Platz bekommen. Ein ganz neuer Horizont hat sich eröffnet, nicht nur für die Kinder.


 
Bei den Gutenachtgeschichten am Abend suchen wir jetzt seit Neuestem immer auch das Land, in dem die Erzählung spielt (z.B. suchten wir nun unlängst Island). Man kommt ins Reden, wenn man unterwegs ist. Selbst, wenn es nur mit dem Finger auf der Landkarte ist :-)


Freitag, 13. Januar 2017

garten: jänner 2017

 


Einen kleinen Vorsatz habe ich für das neue Jahr: in der Monatsmitte möchte ich jeweils mal einen Blick in den unteren Garten, auf meine Gartenkleidung und auf den oberen Garten werfen. Jetzt im Jänner mit dem mehr oder weniger ersten (liegenbleibenden) Schnee dieses Winters.
  • Im unteren Garten mit den neuen Hochbeeten. Nur im obersten sind schon Zwiebeln gesteckt und in den zwei kleineren Beeten in der Mitte sind die Erdbeeren, in jenem ganz seitlich der Kren. Ansonsten braucht es noch viel Arbeit, bis die Hochbeete überhaupt bepflanzt werden können. Auch sonst ist noch einiges zu tun, bis der Garten in etwa so sein wird, wie wir uns das wünschen. Die Gebetsfahnen am Gartentor, die mir eine liebe Arbeitskollegin von einem beruflichen Aufenthalt in Nepal mitgebracht hat, freuen mich sehr. Sie sind im Moment das einzig Bunte im Garten. Und irgendwie fühlen sie sich für mich wie ein kleines Zeichen der Offenheit an, hier in diesem engen Tal.
  • Die Gartenkleidung, tja. Es ist mehr die Kleidung, die ich trage, während ich den Kindern beim Schlitten- und Bobfahren zusehe im eisig kalten Wind. Winterjacke, Schihose und meine Haus&Hof-Waldviertler (ich habe noch ein zweites Paar, meine Arbeit&Wegfahr-Waldviertler). Im Moment gibt es ja auch nicht wirklich Gartenarbeit :-)
  • Im oberen Garten wartet auch jede Menge Arbeit. Der Platz, auf dem das Glashaus dann stehen soll, darf noch "sitzen" über den Winter und im Frühling dann sollen hier dann unsere Gurken und Tomaten wachsen. Mal sehen, was sich noch dazu gesellen wird. Dahinter die Beerenbüsche tragen im Sommer vielleicht auch schon so viele Beeren, dass sich davon welche einfrieren und verarbeiten lassen - bislang wurden sie immer mit Genuss komplett von den Kindern abgegessen.

Im kalten Winterwind erscheint es weit entfernt, dass es hier einmal grünen und wachsen wird. Es fühlt sich im Moment alles irgendwie wie am Anfang, als wir hier auf dem Hof unsere ersten Gartenerfahrung sammelten. Aber dieses Mal steckt jede Menge mehr Erfahrung dahinter und wir wissen, warum wir etwas tun (oder eben nicht). Da fühlt sich die viele Arbeit, die da noch auf uns wartet in unseren beiden Gärten irgendwie wie ein Fortschritt an ;-)


Samstag, 7. Januar 2017

küche: brotbacken


 


 

 

Wir essen sehr gerne Brot. Am liebsten im Moment das Landbrot aus dem Brotbackbuch Nr.1 - es braucht Zeit, einen ganzen Tag der Ruhe-/Reifezeit für den Vorteig, bevor alle Zutaten dann geknetet werden können. Dann braucht es wieder eine Stunde des Rastens und dann nochmal eineinhalb im Gärkörbchen, bevor es überhaupt in den Ofen geht. Es ist nichts, das sich schnell machen lässt - aber ich finde, man kann es schmecken, dass es viel Zeit und Sorgfalt braucht beim Backen des Brotes. Etwas besonders Schönes ist das leise Knacken der Kruste beim Abkühlen des frisch gebackenen Brotes. Frisch schmeckt das Brot natürlich am besten - aber auch Einfrieren ist kein Problem. Zum Genießen, wenn es während der Woche nicht so viel Ruhe und Zeit gibt zum Brotbacken. Gut, dass es Wochenenden gibt :-)
 
 


Mittwoch, 4. Januar 2017

nähen: büchertasche für das bett




Den festen Stoff mit den Weihnachtsmännern aus allen möglichen Ländern hat der Jüngste fest ins Herz geschlossen - was aber daraus für ihn nähen? Nach einigem Überlegen entstand dann die Büchertasche für sein Bett. Jeden Abend nimmt er sich nach der Gutenachtgeschichte (die es für alle Kinder gemeinsam am Sofa gibt)  zwei oder drei Bücher aus dem Regal, um sie vor dem Lichtausmachen noch anzusehen. Das macht er jetzt manchmal schon vor der Gutenachtgeschichte und hüpft nach der Gutenachtgeschichte dann schnell ins Bett, legt seinen kleinen Bären zu sich und beginnt mit dem Blättern, Erzählen und Genießen im kuschelig warmen Bett.  Heute Abend - passend zum langersehnten Schnee, der nun endlich in dichten weißen Flocken fällt - das Buch Schneeflocke. Und sein liebstes Buch vom Grüffelokind. Mal sehen, ob wir uns morgen so warm einpacken müssen wie die Weihnachtsmänner auf dem Stoff der Büchertasche. Irgendwie hoffe ich es ja fast :-)
 


Montag, 2. Januar 2017

nähen: pyjamahosen


 


Schon lange habe ich nichts mehr genäht. Richtig genäht. Nicht nur geflickt, wieder angenäht oder gekürzt. Aber mit dem Jahreswechsel scheint wieder ein bisschen kreative Freude aufzukommen. Das Stricken macht mir wieder Freude - und ja, auch das Nähen. Und weil das älteste Kind im Moment bestrickt wird, werden die kleineren Geschwister benäht. Und weil es gut ist, wenn das Genähte auch gebraucht wird, gab es für's Erste mal Pyjamas. Mit Hosen nach dem Schnittmuster aus Carefree Clothes for Girls und Aufnähern auf einfarbigen Shirts mit Motiven von den jeweiligen Hosenstoffen. Bequem sind sie - und bestimmt werden noch weitere Pyjamahosen folgen. Für das jüngste Kind und - wenn ich mal einen guten Schnitt finde (jemand einen Tipp?): auch für uns Eltern.



... und weil noch ein bisschen Stoff übrig war, gibt's für jedes Kind noch einen Kopfkissenbezug dazu. Damit - und im neuen Pyjama - schläft es sich nach der Gutenachtgeschichte (im Moment Peter Pan) hoffentlich besonders gut :-)