Dienstag, 21. Oktober 2014

schafe: neue aufgaben

Kleine Lämmchen sind wunderbar. In den letzten Tagen wurden vier Lämmchen bei uns am Hof geboren, eines in der Nacht und die anderen drei untertags auf der Weide. Allen Lämmchen und Muttertieren geht es gut und es ist schön zu sehen, wie ruhig Geburt und Großziehen von Nachkommen in der Natur laufen kann. So anders haben wir das letztes Jahr leider erlebt, als ein Muttertier mit einem Zwillingslämmchen plötzlich verstarb und unser Pontus mit dem Fläschchen großgezogen werden musste. Mittlerweile ist er ein prächtiger Widder, der aber immer noch so zutraulich ist wie am Anfang als kleines Lämmchen. Die Stimme unserer Großen, die ihn mehr oder weniger selbstständig großgezogen hatte, erkennt er sofort und läuft zu ihr. Nun, wir sind jedenfalls sehr glücklich, dass wir das Milchpulver und das Fläschchen diesmal nicht brauchen (hoffentlich!).


Aber manchmal kommen Aufgaben auf ganz anderen Wegen. Auf einem Hof hier im Dorf kamen Drillingslämmchen zur Welt und eines davon wurde vom Muttertier nicht angenommen. So wurde es weitergegeben an unsere Nachbarn - und mittlerweile (weil sie natürlich von unserem Pontus und seiner fürsorglichen "Ersatzmama" wissen) ist das kleine Lämmchen, das wohl ein kleines Brillenschaf ist, in unserem Stall. 


Es soll zukünftig auf den Namen "Isabella" hören und hat drei kleine Ersatzmamas und sogar einen kleinen Ersatzpapa :-)


Mit dem Trinken klappt es noch nicht so leicht, deshalb darf auch ich mit dem Fläschchen füttern. Ausnahmsweise. Wir hoffen sehr, dass es gut gedeiht bei uns und sich wohl fühlt bei den anderen Tieren hier am Hof. Milchpulver, Fläschen, Wärme, ... und jede Menge liebevolle Streicheleinheiten bekommt es jedenfalls sicher :-)


Sonntag, 19. Oktober 2014

sonntagsfreude


Dass wir unsere Kinder taufen würden, war für uns wichtig. Und für jedes Kind haben wir uns lange überlegt, wen wir bitten würden, das Patenamt zu übernehmen. Sonntagsfreude zu erleben, wie stimmig die Beziehungen zwischen den Kindern und ihren jeweiligen Paten sind. Es tut ihnen gut, eine Person zu haben, die sie im Leben begleitet - so ganz bewusst ausgewählt. Jemand, der ihnen Karten aus dem Urlaub schreibt oder zwei Mal im Jahr ein Patengeschenk schickt oder vorbeibringt. Jemand, auf den man sich schon lange freut, wenn sein Besuch angekündigt ist oder wenn man selbst Besuch dort sein darf. Sonntagsfreude, das Gefühl zu haben, dass die Paten so gut jeweils zu den Kindern passen. Weil die Entscheidung jeweils einfach aus dem Bauch heraus war - und nicht mit Abwägen und langem Überlegen getroffen worden war. Sonntagsfreude einfach. Und irgendwie schwer in Worte zu fassen :-)


Donnerstag, 16. Oktober 2014

was gut tut: zeit zum rasten

Ich genieße die Abende. Waren sie früher für mich so etwas wie die Haupt-Arbeitszeit (vor allem beim Homeoffice), sind sie jetzt frei. Das ist ungewohnt und in den ersten Wochen füllte ich die Abende vor allem mit Hausarbeit. Wäsche waschen, aufhängen, zusammenlegen oder bügeln - das kann Abende füllen. Aber es machte nicht so recht Spaß. Ich war müde, gereizt und irgendwie auch frustriert an den Abenden. Es brauchte seine Zeit, bis ich es schaffte, einfach nichts zu tun. Denn die Wäsche lässt sich auch nebenbei untertags ganz gut bewältigen (wenn man nicht alles auf einmal erledigen will) - und eigentlich gilt das für ziemlich vieles. Im Moment habe ich auch keine große Lust etwas Kreatives zu machen am Abend. Ich habe eine kleine unendliche Geschichte als Strickprojekt auf Nadeln (eine Jacke aus Schafwolle für meinen Mann) und ein paar Ideen, was ich sonst noch gerne machen würde - aber einfach keine rechte Muse. Meine Nähmaschine ist schon wieder (!!!) kaputt und zur Reparatur - und ansonsten ist so manches, an dem wir renovierungstechnisch arbeiten wollen würden einfach in Warteschleife (kein Geld für Baumaterial - Winterreifen für das Auto und Winterschuhe für die Kinder sind einfach wichtiger im Moment). Irgendwie klingt das alles ein wenig unbefriedigend - aber eigentlich bin ich froh darum. Es bleibt so wirklich Zeit zum Rasten. Zum Teetrinken, über den Tag plaudern, Schokolade essen, über den Advent sprechen und auch um zu planen, wie wir so manches behindertengerecht (was für ein Wort...) umgestalten werden, um bereit zu sein, wenn mein Vater zu uns zur Pflege kommt. Es ist schön, so zur Ruhe zu kommen. Die kleineren Kinder schlafen dann schon und unsere Älteste sitzt mit uns noch am Tisch. Im Moment werkelt sie eifrig an ihren Rubber-Loops, die über ein Geschenk von ihren Taufpaten zu uns gefunden haben - wenigstens sie hat Muse für Kreatives *zwinker*. Das ist eine neue Erfahrung, ein Kind abends noch eine Weile bei uns zu haben. Sie wird größer, beteiligt sich an Gesprächen, stellt Fragen... - schön ist das. Aber auch eine Umstellung - unsere Kinder werden merklich größer, ihre Bedürfnisse verändern sich und wir wachsen miteinander. Diese Zeit zum Rasten - sie ist verbunden mit unserem großen Mädchen (zumindest eine gute Stunde lang) und auch mit den Fragen, die sie stellt.


Wenn ich sie dann ins Bett bringe, während mein Mann noch eine letzte Runde im Stall macht und das ein oder andere in der Werkstatt erledigt... da gibt es ab und an einen kleinen Moment, in dem ich irgendwie besonders glücklich bin. Es ist nichts besonderes eigentlich. Einfach ein kurzer Augenblick, in dem mir mit einem Mal ganz besonders bewusst wird, wie wertvoll und kostbar es ist ein zu Hause zu haben, meine Familie um mich zu wissen, das leise Atmen der Kinder im Schlaf zu hören und das Rascheln der Seiten im Pferdebedarfskatalog, den das große Mädchen noch durchblättert vor dem Schlafen...  es ist der Blick hinüber in das Licht, das ich durch das Fenster drüben im Stallgebäude sehen kann und ein bisschen vielleicht auch die Aussicht auf das warme, weiche Bett und das Buch, in dem ich noch ein bisschen schmökern werde dann ... einfach das Verweilendürfen im Moment ohne große Planungsgedanken oder Verpflichtungen. Die Zeit zum Rasten ist etwas, das gut tut.  Jedes Mal auf's Neue.


Dienstag, 14. Oktober 2014

gefilzter herbstkranz



Manchmal passt einfach alles:
 Freie Zeit. 
Warmes Herbstwetter.
Freude am Werkeln. 
Material zu Hause. 
Eine einfache Anleitung. 
Kinder, die mithelfen möchten. 









... et voilá: 
unser Herbstkranz an der Haustüre :)

Samstag, 11. Oktober 2014

sonntagsfreuden


Nach knapp vier Jahren mal eine neue Brille. Ganz anders als bisher, sehr gewöhnungsbedürftig diese Auffälligkeit, um eine halbe Dioptrie mehr auf jedem Auge und eine unglaubliche Verbesserung meiner Sehfähigkeit in der Dämmerung, bei Regen und in der Nacht. Sonntagsfreude, diese neue Brille :-)



Dienstag, 7. Oktober 2014

apfelsaft-tradition


Wenn ich etwas ganz besonders gerne mag, dann sind das kleine, aber feine Traditionen, die sich mit den Jahren irgendwie eingelebt haben. Gemeinsam mit Freunden. Auch, wenn unsere Leben unglaublich verschieden erscheinen, so beschäftigen uns im Grunde doch die selben Fragen - und jeder versucht auf seine Weise Antworten darauf zu finden. 


Es ist schön zu sehen, wie es immer mehr werden, die unserer kleinen Apfelsaft-Tradition folgen. Waren wir damals noch "nur zu dritt", hatten wir hier schon ordentlich Hilfe beim Äpfel sammeln und verarbeiten und waren insgesamt schon zu sechst (wenn auch unsere Zwillinge da wirklich noch sehr klein waren).  Auch, wenn es zwei Jahre dann ein wenig anders lief: in diesem Jahr war es wieder soweit: unsere Freunde nahmen die weite Fahrt zu uns auf sich und wir konnten unsere Apfelsaft-Tradition weiterleben: dieses Mal zu neunt :-)



Sie tut gut, diese kleine Tradition unter Freunden. Fast ein kleiner Fixpunkt in unseren Gedanken, der in den vergangenen zwei Jahren einfach nicht möglich war, weil da unsere Kinder gerade geboren waren oder das Wetter nicht mitspielte - wie schön, dass in diesem Jahr einfach alles passte - und die Kinder auch schon mit anpackten (zwei oder drei Äpfel zumindest in eine Kiste legten...)


Es ist etwas ganz Besonderes, diesen Apfelsaft dann zu trinken. Ein Saft, der vom Wachsen der Äpfel nach der Blüte im Frühling bis zum Kosten des erstes Saftes aus der Wasserdruckpresse, in jedem Schritt mit erlebbar ist. Nicht nur für die Kinder eine wertvolle Erfahrung. Auch gibt es keine "Abfälle" - denn diese werden an die Tiere verfüttert.


Ein wunderschönes Wochenende war es. Nicht nur wegen des Apfelsafts, sondern auch, weil an solchen Tagen mit Freunden mir immer wieder bewusst wird, wie unglaublich gut es tut, Freundschaften zu pflegen. Auch wenn es nicht immer einfach ist: es lohnt sich. Und auch, wenn wir hoffen, dass wir uns bald wieder sehen - spätestens bei der nächsten Apfelernte wird es soweit sein, denn die Apfelsaft-Tradition will gepflegt werden ;-)

Sonntag, 5. Oktober 2014

sonntagsfreude


Sonntagsfreude der Besuch von lieben Freunden übers Wochenende. Zur Apfelernte und zum Apfelsaftmachen. Zum Kartoffelnausgraben und gemeinsam Kochen. Zum am Abend beisammensitzen und über alles mögliche ins Gespräch kommen. Ach - einfach zum Genießen. Ganz besonders, wenn es dann Pancakes gibt. Gemacht von unseren Besuchern. Sonntagsfreude pur. Und ein bisschen spät heute hier festgehalten, sorry :-)

Gewinnerin der Beinwellsalbe ist übrigens Sunni - die Salbe hat sich schon auf den Weg gemacht!