Sonntag, 1. März 2015

sonntagsfreude


Sonntagsfreude
das Feiern des Namenstags,  
ein so wichtiges Fest im Heimatland meines Mannes.
Sonntagsfreude
das begeisterte und laute Singen aller Kinder
zu Ehren des Namenstagskindes in der Muttersprache meines Mannes.
Sonntagsfreude
zu erzählen den Kindern, warum wir genau den Namen gewählt hatten für sie,
was er bedeutet und welche Geschichten es dazu gibt.
Sonntagsfreude
dieses Jahr jedem Kind ein Bild des Namenspatrons zu schenken 
(Namenspatron gemalt von Sybille)
am jeweiligen Ehrentag.
Sonntagsfreude
heute für unseren Jüngsten.




Samstag, 21. Februar 2015

sonntagsfreude

Sonntagsfreude
jeder einzelne Augenblick
beim Kuchenbacken
und Genießen







Dienstag, 17. Februar 2015

fastenzeit


Ich spüre, dass mein Leben sich verändert. Die Kinder werden älter, haben andere Bedürfnisse. Unser Hof wächst und braucht Ernsthaftigkeit. Mein Da-Sein hier zu Hause ist erfüllend - und mein Da-Sein im Krankenhaus ist es auch. Die Tage sind sehr intensiv - gut intensiv. Ich muss gut auf mich achten, um mein Leben wirklich zu leben und nicht reduziert zu sein auf das Erledigen von Dingen, die zu tun sind - sozusagen abzuhaken. Ich verbringe kaum mehr Zeit am Computer in meiner Freizeit (außer zum Fertigstellen von Alles hat seine Zeit 2016), und es ist mir kaum mehr möglich, Blogs zu verfolgen. Ich spüre, dass das Leben ganz privat mir Kraft gibt. Einfach am Sofa sitzen mit meinem Mann und einen Film schauen oder reden. Ein bisschen stricken, mit meinen Kindern den vielen Wundern des Alltags nahe sein. Und ja, ich bin auch müde und genieße es, früh schlafen zu gehen und morgens dann mit dem Vogelgezwitscher, das durch das gekippte Fenster zu hören ist, aufzuwachen. Die Kinder haben ernsthafte Fragen und brauchen Antworten und Gespräche, die sie ernst nehmen - und das braucht Aufmerksamkeit schon beim Frühstück. Ich stehe viel in der Öffentlichkeit, das ist eine neue Erfahrung für mich und zeigt mir, wie wichtig es ist, einen Rückzugsbereich - meine Familie - zu haben. 



Morgen beginnt die Fastenzeit. Ich habe kein bestimmtes Ziel in dieser Zeit. Ich versuche das ganze Jahr über gut auf mich und meine Ernährung zu achten. Es gibt kaum etwas, das ich im Übermaß tun kann. Für nicht-wirklich-notwendiges-Einkaufen würde unser Geld niemals reichen und Süßigkeiten esse ich dann, wenn ich Lust drauf habe. Und das ist, seit meine Tage so ganz klar strukturiert sind durch meine Arbeit außer Haus, relativ selten. Ich habe kein Bedürfnis darauf zu verzichten, weil mir der kleine Luxus zwischendurch auch gut tut. Trotzdem ist diese kommende Fastenzeit eine besondere für mich.  Ich sehe diese Zeit als Gelegenheit, einmal wieder ganz bewusst auf mein Leben zu schauen - das sich seit dem Herbst ziemlich gewandelt hat. Für mich fühlt es sich jedenfalls so an.
Woche für Woche nachspüren dem, was mich trägt und hält im Leben. Und ich möchte während der Fastenzeit auch für mich eine Entscheidung treffen, was diesen virtuellen Ort hier betrifft. Wie ich ihn weiterführe und ob. Oder ob ich mal eine richtige Pause versuche. 40 Tage, in denen ich allen Gedanken, die da kommen, Raum geben will und Zeit. Zu den Sonntagsfreuden melde ich mich jede Woche, auch in der Fastenzeit. Ich freue mich, wenn ihr mich begleitet.













Sonntag, 15. Februar 2015

sonntagsfreude




Sonntagsfreude
die Vorfreude
die Vorbereitungen
und dann auch 
das kleine Faschingsfest bei uns zu Hause
mit der liebsten Freundin unserer Großen





Donnerstag, 12. Februar 2015

februar



Freude über einige tiefwinterliche Tage mit ausgiebigem Schlittenfahren, im Schnee spielen und die kalte, saubere Luft tief einatmen

Elternbesuch haben und über das Altern in Krankheit nachdenken, dabei aber dankbar sein für die Selbstverständlichkeit, mit der die Kinder die Gebrechlichkeit ihres Großvaters annehmen und spüren, was ihm gut tut - während ich immer wieder grüble, wo die Grenze zwischen "wie ein Kind behandeln" und "erwachsene Reife von über 70 Jahren" liegt... eine Gratwanderung in Zeiten von schwerer Krankheit

Besondere Stunden bei der Arbeit mit vielen Herausforderungen und wunderschönen Momenten, in denen das Gefühl der "richtigen Zeit am richtigen Ort" zutiefst spürbar ist, wertvolle Unterstützung zu erleben und Wertschätzung zu spüren.

Ruhe brauchen, immer wieder zwischendurch. Und sie seltsamerweise mitten im größten Trubel bei meinen Kindern zu finden. In ihrem Erzählen und Singen, fröhlichen Plaudern und Spielen.

Unseren neuen zukünftigen Zuwachs am Hof kennen lernen bei Nachbarn und langsam schon alles für den Umzug auf unseren Hof vorbereiten. Ein paar Wochen wird es noch dauern - aber wir freuen uns schon sehr!

Anschauen unserer Fotoalben mit den Kindern und erzählen von den Zeiten, in denen es unsere Kinder vielleicht als tiefen Wunsch gab, aber sie noch so unwahrscheinlich schienen, dass es sich eigentlich schwer in Worte fassen lässt... und die Faszination in ihren Augen beim Betrachten von Bildern, als Mama auf einem Boot in Brasilien saß oder der Papa mit Kollegen hoch oben auf den Bergen war... faszinierend!

Richtig ausgehen, mal nur zu zweit - am Morgen zu einem ausgiebigen und noblen Frühstück, einfach nur wir Eltern. Die Kinder von Oma betreut wissen und einfach ein bisschen nur wir zwei - schön!

FEBRUAR... mitten drin in diesem Monat...
einen wunderbaren Februar wünsche ich euch!



Samstag, 7. Februar 2015

sonntagsfreude


Sonntagsfreude
der viele Schnee - endlich ist er da!




Mittwoch, 4. Februar 2015

bildung: malen

Ich empfinde Bücher als sehr wertvolle Begleiter für Kinder. Aber mindestens genauso wichtig erscheinen mir Stifte zu sein und Papier. Es war etwas ganz besonders kostbares, diesen Moment zu erleben, in dem ein kleines Kind zum ersten Mal wirklich begreift Das habe ich gemacht, wenn es mit einem Stift sozusagen auf dem Papier unterwegs war. Ich kann mich erinnern, dass ich mit meinen Eltern einmal bei einem Freund meines Vaters war, der in seinem Atelier einfach einen Tisch mit verschiedenen Stiften für seine Kinder vorbereitet hatte. Das faszinierte mich damals, dass die Kinder einen wirklich eigenen Malplatz hatten. Ich war damals schon in einer höheren Schule und die Freude am Malen war mir gänzlich vergangen (im Kindergarten und in den ersten Volksschuljahren hatte ich sehr gerne und leidenschaftlich gemalt - das änderte sich ziemlich rasch dann, als die Zeichnungen verglichen und bewertet wurden *seufz*) - aber dieser Platz damals, ich sehe ihn noch heute vor mir. 


Wir haben keinen eigenen Platz, der immer zur Verfügung steht. Das nicht. Aber die Kinder können sich die Malsachen jederzeit selbst holen und es ist mir wichtig, dass sie auch jederzeit die Freiheit haben, malen zu dürfen. Der Küchentisch ist ein beliebter Platz dafür - und wenn ein Kind beginnt, setzten sich schnell alle anderen dazu. Jeder mit seinen Fähigkeiten. Manchmal wird gebastelt, meistens gemalt und immer wieder bitten die Kleinen die Großen um Hilfe (der Jüngste bittet seine nächstälteren Schwestern, diese wiederum bitten sich gegenseitig oder die älteste Schwester um Hilfe). Meistens malen die Kinder mit Holzfarben, die Älteste arbeitet gerade in der Schule zu Hause mit Filzstiften (im Buch 5 Minuten Kreativität für Grundschulkinder finden sich ein paar sehr schöne Anregungen) und übt das Schreiben und Gestalten mit Schrift mit der Füllfeder - und der Jüngste nimmt, was er gerade erwischt. Wachskreiden mag keiner so richtig gern (außer für Kratzbilder, die haben einfach eine gewisse Faszination). Wasserfarben sind ein wunderbares Experimentierfeld - aber Wasserfarben packen wir meist nur am Wochenende aus oder an langen, kalten und windigen Nachmittagen, wenn sonst keine Termine oder Vorhaben am Plan stehen. Mit Wasserfarben malen kann sehr lange und ausgiebig genossen werden ;-) 


Die Kinder sind sehr unterschiedlich - und es ist interessant zu sehen, wie stark sich das Malen z.B. bei den Zwillingen von einander unterscheidet. Jeder braucht einfach seine Zeit und ganz eigene Wege, um zu einer guten Stifthaltung zu kommen und das zu malen, was man gerade möchte. Eine der Zwillinge malt sehr frei, auch Pferde und Männchen und schon ganze Landschaften, Schlösser und Bauernhöfe. Die gleichaltrige Schwester mag am liebsten das Ausmalen in Malbüchern oder in vorgezeichneten Motiven ihrer ältesten Schwester, das freie Malen entdeckt sie erst nach und nach - und freut sich, wenn sie einzelne Teile eines Bilder so hinkriegt wie sie sich das eigentlich vorstellen würde (den regenbogenbunten Schwanz beim Pferd zum Beispiel). Der Jüngste kritzelt munter drauf los, nicht nur auf Papier *zwinker*


Wir haben einige Malbücher geschenkt bekommen, gekauft habe ich noch kaum eines, aber Malbücher sind offensichtlich ein beliebtes Geschenk, das uns Bekannte gerne für die Kinder mitbringen - und die Kinder sind begeistert. Ob es sich nun um Prinzessinnen handelt oder Bauernhoftiere - es ist einfach etwas Besonderes (vor allem, wenn da auch noch Sticker dabei sind). Papier gibt es in verschiedener Ausführung: Hefte, weißes Papier, Buntpapier, Packpapier... - was gerade die Schachtel (oft sind es auch Rückseiten von bedrucktem Papier) vorrätig hat, aus der sich die Kinder bedienen dürfen.Es gibt verschiedene Plätze, wo die Kinder ihre Zeichnungen (selbst) aufhängen - unser Sicherungskasten zum Beispiel. Oder die magnetische Schultafel - oder mit Klebeband an anderen Orten im Haus, immer wieder auch mal in einem Rahmen in einem Zimmer aufgehängt. 


Es macht mich nachdenklich, dass die Schreibschrift (im Sinne von etwas sehr persönlichem, nicht im Sinne vom Drill der Gleichförmigkeit) nach und nach von den Lehrplänen gestrichen zu werden scheint - genauso wie kreatives Arbeiten immer mehr in den Hintergrund rückt (Zeichnen, Musik, ...). Dabei werde ich das Gefühl nicht los, dass damit wichtige Bereiche einer ganzheitlichen und persönlichen Bildung verdrängt werden: kreatives Schaffen ist mehr als man zu vermuten wagt. Davon bin ich überzeugt. Spielerisch wird so vieles gefördert, gefordert und unterstützt. Feinmotorik zum Beispiel. Oder Auge-Hand-Koordination. Persönlicher Ausdruck. Und ja, auch Freude am Schaffen. 



Hier habe ich über das Lesen geschrieben. Aber das Malen... womit auch immer, ob im Sand im Freien, mit einem Stock im Schnee oder mit einem Pinsel und Wasser im Sommer auf dem Asphalt... ich glaube, es ist unglaublich wichtig. Und auch, wenn ich kaum mal male (einfach so für mich)... ich freue mich, dass die Kinder es so ausgiebig und voller Freude tun. Vielleicht treffen auch sie mal auf jemanden, der ihre Bilder be- und entwertet, aber ich wünsche meinen Kindern sehr, dass sie die sonnendurchfluteten Stunden am Küchentisch in ihrem Herzen bewahren und sie das dann ein wenig trägt.