Sonntag, 24. August 2014

sonntagsfreude


Sonntagsfreude
diese halbe Stunde Sonnenschein und Wärme 
am Geburtstagsmorgen unseres Jüngsten.
Sonntagsfreude
diese zwei Jahre mit unserem
wunderbaren Sohn, kleinen Bruder,
Traktorliebhaber :-)



Freitag, 22. August 2014

was gut tut: urlaub


Dieses Jahr habe ich sehr auf den Urlaub gewartet. Es gab unglaublich viel zu tun vorher - bedingt auch dadurch, dass mit Herbst dann eine neue Arbeitsstelle wartet. Außerdem habe ich noch an zwei anderen Projekten gearbeitet (dem hier zum Beispiel) und ja - es war einfach (zu) viel alles zusammen. Als ich dann die fixe Zusage für meine neue Stelle hatte, begann ich auszumisten. Zu  Hause gut sichtbar in so manchem Kasten und Regal, bei der (alten) Arbeit durch gut geordnete und klar(er) strukturierte Dateien, lange Listen mit Punkten, die zu übergeben waren an meine Nachfolger und letztlich auch gedanklich im Abschiednehmen von so mancher Aufgabe, die ich bislang gemacht habe. Nicht, weil sie mir keinen Spaß mehr gemacht hätten, sondern weil ich spüre, dass bei der neuen Arbeit Herausforderungen warten werden, die so anders sind als bisher, dass ich mehr Ruhe und Aufmerksamkeit für mich und meine Familie möchte. Und brauche. Nun, ganz einfach war und ist das alles nicht. Aber jetzt, eine knappe Woche bevor mein Urlaub zu Ende ist, spüre ich, wie sich (endlich) wirklich Ruhe in mir breit macht. Vielleicht auch, weil einige Punkte, die mir Kopfzerbrechen bereitet hatten, gut geklärt und ausgesprochen sind. Viel ganz bewusstes Entscheiden - alleine für mich in meinen Gedanken und auch in langen Gesprächen bei einer Tasse Tee am Abend, wenn alle Kinder schliefen, mit meinem Mann.  


Der Urlaub, er tut gut. Er hat gut getan, könnte man auch sagen. Ich habe so manche Alt-Last abgelegt, übergeben. So manches habe ich wieder zurechtgerückt, die Aufmerksamkeit wieder mehr auf das gerichtet, was wirklich wichtig ist für mich, für uns. Und das, was nicht unbedingt sein muss, einfach... gestrichen. Gestrichen. Ein gutes Gefühl. Diese letzte Woche im August, ich werde sie genießen. Weiterhin. Wir werden den zweiten Geburtstag unseres Jüngsten feiern, Besuch bekommen und das neue Schuljahr starten lassen. Vielleicht hört es ja mal auf zu regnen und ich kann ein bisschen ernten im Garten oder auch im Feld stehen in Mitten des Dufts nach Heu. Und ja, am 1. September beginne ich meine neue Arbeit (als Krankenhaus-Seelsorgerin - für alle, die neugierig sind, was ich denn überhaupt machen werde *zwinker*). Und weil Neubeginn, letzte Urlaubswochen und ja, das Leben einfach vieles mit sich bringt, möchte ich -nochmal in diesem Sommer - ein paar Wochen lang, bis sich alles gut eingespielt hat, einfach mich hier am Blog nur zu den Sonntagsfreuden melden. Ich freue mich, wenn ich mich dann Ende September wieder öfters, auch mit was anderem als Sonntagsfreuden wieder am kreativberg bin :-)

Dienstag, 19. August 2014

was gut tut: kleine feste


Feste zu feiern ist für die Kinder sehr wichtig. Das spüre ich immer wieder. Ob das nun der Geburtstag, Namenstag oder Weihnachten ist: es gibt kleine Rituale, die sich irgendwie eingespielt haben und die mir manchmal gar nicht so richtig bewusst sind/waren. Aber die Kindern brauchen es, dass manches gleich bleibt und für jedes Fest wiederholt wird. Sie zählen auf, was vorbereitet werden soll und helfen mit. Kleine, aber irgendwie wichtige Dinge, die gut tun.  Die Taufkerze am Namenstag anzünden zum Beispiel. Oder das festliche Tischtuch beim Geburtstagsfrühstück. Oder dass man sich das Mittagessen wünschen darf an besonderen Ehrentagen. Dinge, die nichts kosten, aber unglaublich wertvoll sind. 


Eine kleine Tradition ist auch schon die Geburtstagsfeier bei den Geburtstagen unserer Großen (bei den Zwillingen wird das wohl noch kommen, wenn sie dann einmal Kindergarten gehen und Freundschaften knüpfen. Eine Geburtstagsfeier knapp vor Weihnachten ist sicher interessant *zwinker*). Sie überlegt das sorgfältig, was gemacht werden soll gemeinsam und sie schreibt mit Hingabe Einladungen und bringt sie selbst zur Post. Dieses Mal lud sie also ihre 5 besten Freundinnen ein (eine konnte dann leider nicht dabei sein - Sommerferienzeit...) und wollte etwas mit Pferden basteln. Und nachdem sich so ziemlich jedes Mädchen in ihrem Alter, das wir kennen, ein eigenes Pferd wünscht, beschlossen wir, ein solches dann gemeinsam zu machen. Ein persönliches Pferdchen für jedes einzelne Mädchen ;-)




Die Steckenpferdchen mussten danach natürlich noch ausreiten und zeigen, was in ihnen steckte. Mit einem Hindernislauf (während dem Basteln vom Papa aufgebaut), bei dem jedes Pferdchen einen Namen bekam und mit diesem angefeuert wurde :-)




Neben selbst erfundenen Spielen, Eis essen, Glücksgläsern für glitzernde Hufeisen bemalen und allerhand Geplauder unter den Mädchen, gab es noch eine Art Rätselralley. Kleine Zettelchen mit Hinweisen, versteckt an allen möglichen Plätzen in den Feldern und rund um den Hof, lotsten die pferdereitenden Festgäste bis zum Schatz (eine Gummibärchen-Torte, spendiert von der Oma), der tief vergraben im Heu zu finden war. 


So verschieden alle Mädchen beim Fest, jedes (fast) aus einem anderen Dorf und mit anderen Hintergründen - und doch waren sie so verbunden miteinander, wechselten sich ab beim Vorlesen der Hinweiszettelchen und warteten geduldig, bis auch die kleinen Schwestern des Geburtstagskindes über den Balken balanciert waren. Jeder zählte bei diesem Fest - und die Pferdchen verbanden die Mädchen miteinander irgendwie. Die kleinen Geburtstagsfeste meines großen Mädchens waren allesamt schön, aber dieses heuer, trug einen tiefen Frieden in sich. Kleine Feste, sie tun gut. Vielleicht auch, weil sich die Sonne mit ihrer Wärme zeigte zwischen all der Kälte und dem Regen - da reiten Pferdchen ja noch lieber aus ;-)

Sonntag, 17. August 2014

sonntagsfreude



Sonntagsfreude, dieser Stuhl"rohling", den wir in der Scheune gefunden haben. Wir finden kaum schöne Dinge hier, vielmehr einfach kaputte Dinge oder solche, die es wirklich nicht wert sind, aufbewahrt oder renoviert/repariert zu werden (uraltes Plastik zum Beispiel...). Aber ab und zu gibt es ein kleines, kostbares Fundstück. So wie das Holzgestell mit ein klein wenig Stoff noch vom Bezug dran, das an die Sommerfrischler erinnert, die in den 60er und 70er Jahren hier am Hof geurlaubt haben.



Es brauchte nicht viel - ein, zwei neue Schrauben, ein bisschen abschrubben mit einer Wurzelbürste und - neuen Stoff. In diesem Fall doppelt zusammengenäht, an den Enden oben und unten verstärkt und dann angetackert.


 Sonntagsfreude, diesem Stuhl in kleinen Schritten und so einfach zu "neuem Leben" verhelfen zu können. Auch wenn die Temperaturen eher wenig einladend sind - heute Morgen waren es 4 Grad!!! - ein wenig Sommergefühl kommt trotzdem auf, wenn man es sich im alten neuen Stuhl gemütlich macht :-)








Freitag, 15. August 2014

was gut tut: festtage


Der Festtag heute tut gut. Nicht, weil ich besonders fromm wäre und den Marienfesten im Kalender besonders viel abgewinnen könnte - sondern viel mehr, weil es gut tut, Traditionen ein wenig nach zu fühlen und zu sehen, was man davon für sich (und die Familie) bewahren möchte. Und die Tradition der Kräutersträuße, die in der Kirche gesegnet werden - sie tut gut. Es begann mit dem Sammeln der Kräuter am frühen Morgen, in einer kurzen Regenpause. Die Blüten waren regenschwer und tropften, manchmal hingen die Blütenköpfe tief zu Boden, so manches Kraut richtete sich erst nach einem kräftigen Schütteln wieder auf. Unser Sträußchen war nur klein und genau richtig für die Hände meines großen Mädchens, das mich begleitete in die Kirche, wo ich Orgel spiele. Dort gab es viele Frauen in Trachten und schwarz-golden glänzenden Hüten, mit Körben voller farbenfroher Kräutersträuße, die ganze Kirche schien eingehüllt in den sanften Duft. Der Segen, der über die Kräutersträuße gesprochen wurde, macht mir erst jetzt Sinn. So viele Jahre höre ich solche Segensgebete, auch an anderen Festen. Und fand sie ein wenig befremdlich, nicht so richtig zeitgemäß. Dachte ich. Und auch der Wettersegen, er ist mir erst jetzt so etwas wie stimmig und ich fühle mich beschenkt - bestärkt irgendwie. Vielleicht, weil mir erst seit wir hier oben wohnen und ganz besonders, seit wir wirklich selbst etwas anbauen und das Heu einbringen müssen, bewusst ist, wie stark die Natur ist. Und es ist tiefe Dankbarkeit in mir, für jeden einzelnen Kürbis im Garten und jede reife Tomate. Jede Blume, die blüht  und jeder Tag voller Sonnenschein ist wertvoll. Auch der Regen (von dem wir wirklich reichlich haben diesen Sommer bislang) tut gut. Es ist irgendwie spürbar, dass es mehr gibt, als der Mensch fassen kann. Und es tut gut an einem Tag wie heute, das einmal ganz bewusst wahrzunehmen, in Worte zu fassen und auch dankbar zu sein für die Natur, wie wir sie erleben. Den Segen anzunehmen. Um Segen zu bitten. Es gibt keine Dürre hier bei uns, die Hänge rutschen nicht. Es gibt immer wieder sonnige und warme Tage zwischen all dem Nass. Wir sind gesund. Können im Garten und von den Bäumen ernten und genießen. Der Strauß auf dem Küchentisch erinnert daran. Es tut gut, dass es solche Festtage gibt, die Anlass geben über so manches nachzusinnen.

Mittwoch, 13. August 2014

was gut tut: wenn's geschafft ist




  


Es ist geschafft. Gottseidank. Mehr Worte habe ich dafür eigentlich gar nicht. Das Wetter war nicht optimal, aber in zwei für uns wirklich anstrengenden Tagen haben wir das Heu von den steilsten Feldern heruntergebracht. Es ist trocken, voller Kräuter und schmeckt den Tieren im Winter hoffentlich vorzüglich. Das erste Mal, dass ich wirklich das Gefühl hatte, dass meine Bergschuhe (die ich seit über 10 Jahren habe) wirklich sinnvoll und hilfreich sind. Dankbarkeit auch für unser großes Mädchen, das auf den kleinen Bruder so gut geachtet hatte und Freude auch über die Zwillinge, die ziemlich friedlich miteinander spielten oder einfach neben uns im Feld saßen, während Papa und Mama im Steilen standen und das Heu herunterzogen und -schoben. Wir mussten zügig arbeiten, da war nur wenig Spielraum, denn der Himmel zog immer wieder dicht und dunkel zu. Jeden Tag gab es ein ordentliches Gewitter, vor dem wir die jeweilige Hälfte des Gemähten unbedingt trocken in die Scheune bringen wollten/mussten. Einmal dann kamen unsere Nachbarn mit Heugabel und Rechen und halfen uns - wie "bestellt" begann es dann in dem Augenblick zu regnen, als die letzte Ladung Heu in der Scheune lag. Jetzt regnet es immer noch (stark und tagelang) und der Blick hinauf zu den frisch gemähten Feldern lässt mich einfach nur denken: Es tut tut, wenn's geschafft ist. Sehr sogar :-)

Samstag, 9. August 2014

sonntagsfreude


Sonntagsfreude: die älteste Schwester liest dem kleinen Bruder eine Gute Nacht-Geschichte vor. 
Wie passend zu den vielen Streitereien an diesem Tag, das Buch heißt: Du hast angefangen, nein du!  *zwinker*