Donnerstag, 28. Juli 2016

eine reise wert: krakau








Vor gut 10 Jahren zuletzt in Krakau gewesen, ist diese besondere polnische Stadt ein Erlebnis mit Kindern. Die vielen kleinen Ziegel in den Hausmauern faszinierten, das Hinabsteiben in den Höhle des Smok Wawelski und sein regelmäßiges Feuerspeien ist etwas, worüber die Kinder immer noch sprechen. Auch die Brotringe, die in kleinen Ständen angeboten wurden, waren wichtig für die Kinder. Nicht zu vergessen das riesige Müllauto, das durch die Innenstadt donnerte und das Radrennen, das an diesem Tag durch die Gassen der Stadt führte. Das Staunen über die Bilder an den Mauern und so manchen Künstler, der dort am Straßenrand saß und an einem weiteren Bild arbeitete. Vielleicht nicht die ultimativen touristischen Ziele, aber ein kleiner schöner Eindruck, den wir mitnehmen.  Die Gebrauchsanweisung für Polen hatte ich - ebenfalls mit guten 10 Jahren Abstand - vor der Reise nochmal gelesen und über vieles geschmunzelt. Wir Eltern hatten kein besonderes Ziel in dieser Stadt, wir wollten einfach ein wenig Zeit dort mit den Kindern verbringen und sie genießen. Und so war der Smok Wawelski war das einzige "Ziel", alles andere ergab sich durch das Interesse und die Freude am Herumgehen und Schauen der Kinder. Eine Reise wert, diese wunderschöne vielfältige Stadt.

 

Donnerstag, 14. Juli 2016

stricken: eisköniginnen-westen


Die beiden Eisköniginnen-Westen sind fertig. Endlich. Genau richtig für die windig kalten Regentage jetzt. Die beiden kleinen Königinnen tragen die selbe Weste, ein wenig unterschiedlich meliert - und auch die Röckchen (mit eisköniglichem Motiv) und Shirts sind die selben. Wie man an den Haaren sieht, ist das aber auch schon alles. Sie sind einfach zwei gleich alte Schwestern, die einander ähnlich sind und sehen in manchem, aber eindeutig nicht in allem. Eine Prinzessin mag ihre Haare lang wie Rapunzel, die andere bevorzugt es eine Jägerprinzessin zu sein, deren Haare allesamt gut unter einen Hut passen ohne erst ein Haarband zu brauchen. Trotzdem sind sie beide Eisköniginnen und die beiden haben eine ganz besondere Verbindung im Vergleich zu ihren Geschwistern. Das wird immer wieder spürbar. So verschieden sie sind, so sind sie doch einfach schon seit es sie gibt zu zweit, meine Zwillingsmädchenprinzessinnen :-)
Für die etwas gefinkelten Vinkel-Westen (v.a. in der Passform) hätte es insgesamt etwas mehr als 10 Knäuel der Wolle gebraucht, die letzten paar Reihen des letzten der insgesamt vier Teile mussten mit ein paar Wollresten ähnlicher Farbe fertig gestellt werden, den kleinen Eisköniginnen ist das aber noch gar nicht aufgefallen -  sie sind zufrieden, so wie die Westen sind und gehen als Eisköniginnen durch die nassen grünen Wiesen auf die Suche nach Walderdbeeren. Eine wahrhaft eiskönigliche Speise  ;-)
 
 Wolle, Nadeln & Co.: ravelry-Notizen hier

Samstag, 9. Juli 2016

garten: I love my garden


Viel mehr lässt sich im Moment dazu nicht sagen. I love my garden.  Und wir ernten Fenchel, Salat, Radieschen, Zwiebeln und Kohlrabi. Schnittlauch und Petersilie. Die Karotten werden auch langsam erntebereit. Und der Rest sollte mal endlich gejätet, vereinzelt und gepflegt werden. Rote Beete, Kraut, Sellerie, Erbsen, Bohnen...  - irgendwie ist das in diesem Jahr nicht ganz optimal mit unserem Garten. Wenn ich beim Hinausgehen in den Garten das Thermometer sehe, überkommt mich ein wenig Wehmut. Es wächst viel in unserem Garten, aber in so manchem Beet muss man schon suchen um zu finden, was man da einst säte. In diesen Wochen jetzt müssen wir das Wetter für die Heuernte nutzen, da geht im Garten nicht viel. Aber die Rosen blühen wunderbar, der Sonnenhut setzt schon zu den ersten Knospen an und auch die Stockrosen lassen nicht mehr lange auf bunte Blüten warten. Es wächst und gedeiht, nicht sonderlich gepflegt, aber trotzdem kann ich sagen I love my garden.

Dienstag, 5. Juli 2016

sommergewitter


Dunkle Wolken brauen sich zusammen, die ersten schweren Regentropfen fallen herunter. Es grollt und grummelt hoch oben in den Wolken und hallt wider zwischen den Berghängen. Der Wind peitscht durch das Tal. Schnell versucht man nach Hause zu kommen, hinein ins Trockene. Ein kurzer Moment der Dankbarkeit, dass man gar nicht erst dazu gekommen ist die Fenster zu putzen, denn der Wind fegt den Regen gegen die Hauswand und das Wasser rinnt in kleinen Sturzbächen von den Fensterscheiben. Eine Mischung aus Schauder und Begeisterung bei den Kindern, die die Blitze beobachten, die sich über den Berggipfeln die Hand zu reichen scheinen. Unheimlich so ein Gewitter - und doch gehört es irgendwie zum Sommer hier einfach dazu.

Donnerstag, 30. Juni 2016

tiere: ein eigener schwarm


 
Der Wunsch nach einem eigenen Bienenstock wuchs mit den Jahren, in denen unsere Große den Papa bei seiner Arbeit mit den Bienen(stöcken) begleitete. Und seit einigen Wochen nun hat sie einen eigenen Bienenstock. Ein Schwarm, nicht zu groß, nicht zu klein. Genau richtig für ihre Juniorbeute. Und jetzt geht sie gemeinsam mit dem Papa, um zu beobachten, zu lauschen, zu versorgen, nachzusehen. Abends liest sie in ihrem Imkerbuch für Kinder und fachsimpelt mit dem Papa. Honig wird es dieses Jahr noch keinen geben, aber das ist ihr auch gar nicht so wichtig :-)
 

Montag, 27. Juni 2016

garten: dinkel

 
 
 

 
 



Der Wind streicht sanft durch die Ähren. Das Leuchten der Mohnblumen am Feldrand, das Summen der Bienen in ihren fransigen Blüten, das sich langsam zur Reife wandelnde Grün des Dinkels... - im Herbst gesät, fühlt es sich an als wäre man ganz nahe dabei, wie ein Wunder geschieht... das kräftige Grün unter der Schneedecke im Frühjahr, das schnelle Wachstum der Halme, das kurze Zweifeln ob da wohl auch Ähren zu sehen sein würden irgendwann... unser erster Dinkel gedeiht in den warmen Sommersonnenstrahlen.


Mittwoch, 22. Juni 2016

yarn along 12


Nachdem ich den 100jährigen fertig gelesen habe (welch Genuss dieses Buch!), bin ich nun bei etwas Ernsterem gelandet. Ich hab jetzt die gleiche Frisur wie Opa beschäftigt sich mit dem Blick auf das Leben (und das Sterben) von schwer kranken Kindern und Jugendlichen. Die zweite Weste ist auch schon fortgeschritten und in Anbetracht des sommerlichen Wetters wird sie noch ein Weilchen brauchen, bis sie gebraucht wird. Ich lasse mir also Zeit mit dem Stricken ;-)

Mehr yarn along hier.