Sonntag, 5. März 2017

jahreszeiten: märz 2017


Frühling wird langsam spürbar, ein (!) Schneeglöckchen lugt im Garten schon hervor und im Stall wurden die Lämmchen geboren. Anfang März ist so vielversprechend, immer wieder auf's Neue. Viele wichtige Entscheidungen liegen hinter uns, auch jene, dass wir die Pflege des schwer kranken Opas zu Hause als Familie nicht schaffen. Es ist gut, dass es Orte gibt, wo Pflege und auch das Zuendegehen des Lebens in Würde geschehen können. Und es ist gut, dass wir die Schritte bis dorthin gegangen sind. Das Pflegen zu Hause, das Ringen um eine Entscheidung, wie es weitergehen soll und das Erleben der neuen, veränderten Situation. Froh sein, dass es verschiedene Wege gibt. Und dass wir alle diese Wege gut mitgehen konnten und können. Dass es immer wieder neue Wege gibt. Oft ganz unerwartet. Anfang März jetzt scheint alles einmal wieder zur Ruhe gekommen, der Alltag ist wieder ein wenig berechenbarer. In der Natur wird neues Leben spür- und sichtbar. Frühling zieht ins Land, langsam und immer wieder durchbrochen von eisig kaltem Wind. Und doch sind die wärmenden Sonnenstrahlen immer wieder überraschend stark. Die Schlitten werden eingetauscht gegen die Fahrräder, Eislauf- gegen Rollschuhe. Bald geht hoffentlich auch meine Strickerei an der Schafwolljacke zu Ende (erster Ärmel zur Hälfte fertig!) und ein Stapel Bücher wartet auf meinem Nachttisch (und doch will Die Schäferin von Yorkshire zuerst fertig gelesen werden). Worauf ich mich dieses Jahr wirklich von Herzen freue, ist mein Geburtstag. Keine Besonderheiten sind geplant, vielleicht ist es einfach die Ruhe und Einfachheit, auf die ich mich freue. Ich hoffe, es wird dann ein gutes neues Lebensjahr sein, das da kommt. Und dass die Wege, die in diesem Jahr zu gehen sind, gute sein werden. Mit aller Schwere, die sie vielleicht auch in sich tragen.
 
 Einen schönen März auch euch, da draußen in den Weiten des Internets!
 
 

Kommentare:

  1. ein neuer anfang.
    alles alles liebe für dich und deine familie.
    herzliche grüße, elvi

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  2. Liebe Maria, wir haben euch sehr bewundert für euren Einsatz für den schwerkranken Opa, neben 4 Kindern und Arbeit. Es ist gut, wenn man Entscheidungen lange überdenkt, aber sie dann auch umsetzt. Und es ist gut, dass es Orte gibt, wo jemand in dieser Situation genauso gut wie bei euch, nur eben anders in der Umgebung, aufgehoben ist. Wir kämpfen hier sehr intensiv weiter, und manchmal fehlt etwas die Kraft nach den vielen Jahren, was sich in zusätzlichen Erkrankungen bei uns beiden deutlich macht. Aber noch schaffen wir es. Wir grüßen euch alle ganz, ganz lieb und wünschen, dass bald mehr Frühling kommt, mit Hoffnung und Wärme und einem guten Geburtstag! Sunni und Fritz

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  3. Liebe Maria,
    ein schwerer Weg, den ihr da gegangen seid und gewiss war es nicht einfach eine - diese Entscheidung zu treffen.
    Das Leben in der Natur erwacht neu und für die kommende Zeit wünsche ich dir wärmende Sonnenstrahlen und kleine, glückliche Auszeiten um deine Kräfte aufzutanken.
    Herzlicher
    Claudiagruß

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    1. Liebe Maria,
      spät ist es schon - aber noch nicht zu spät...
      Draußen leuchtet dir der volle Mond und ganz leise flüstere ich dir meine Glückwünsche zu. Hoffentlich hattest du einen wunderbaren Tag!
      Alles Gute für dich.
      Claudiagruß

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  4. Liebe Maria,

    ich weiß, wie schwer solche Entscheidungen fallen, aber letztlich muss man auch auf sich und die Familie achtgeben. Mit "auf Biegen und Brechen" ist niemandem geholfen.

    Ich wünsche Euch einen kraftgebenden Frühling und Dir einen wunderbaren Geburtstag!
    Sigrid aus dem Forsthaus

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  5. Auch wenn ihr das allerletzte Stück den Opa nicht zu Hause habt. Die Erfahrung der Nähe und Geborgenheit wird doch in euch allen bleiben.
    Ich schick dir mal ungefragt einen Kinderbuchtipp. Mein liebstes zu dem Thema: Und was kommt dann?

    Zimelich sicher kennst du Leb wohl lieber Dachs, es ist ein Klassiker. Im Post findest du auch den Link zum Filmchen. Auch das ist sehr nett gemacht.

    Wünsch euch einen schönen Frühling mit den kleinen Lämmern!

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  6. Nachdem wir unseren Opa letzte Woche gehen lassen mussten/durften, ziehe ich immer mehr vor allen Menschen den Hut und habe auch viel Bewunderung für die Entscheidung, dass es einfach nicht klappt.
    Wir hatten die Unterstützung von Pflegedienst und zum Schluss einer eigenen Pflegekraft, aber es kostete trotzdem noch sehr viel Zeit und Engagement. Und das geht eben nicht so gut mit drei kleinen Kindern.
    Ich denke, dass bei uns einfach eine Generation übersprungen wurde, ansonsten pflegen doch eher Menschen, deren Kinder aus dem Haus sind...

    Viele Grüße und alles Gute dem Opa und dem Drumherum!

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  7. ihr macht das so toll. und der opa hatte immerhin noch eine schöne zeit in eurer familie, das ist für euch alle gut.
    alles liebe und einen wunderbaren frühlingsbeginn!

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