Montag, 8. Januar 2018

hühner: habichtbesuch


Ein junger, ziemlich hungriger Habicht hat sich eingefunden im Auslauf der Hühner. Wie auch immer er hineingekommen ist - das ist uns ein Rätsel. Während die Hühner draußen rund um den Stall oder innen drin zu finden waren, saß der Greifvogel im Freibereich drin und fand nicht mehr heraus. Nachdem wir schon jahrelang unsere (leidige) Erfahrung mit Greifvögeln gemacht haben, vor allem im Frühling und Herbst, wenn sich die Hühner weiter auf die Felder hinauswagen - war es doch etwas ganz Besonderes, ein solches Tier mal längere Zeit aus der Nähe beobachten zu können - ohne großen Schaden (noch) bei den Hühnern. Ein wunderschönes Federkleid, beeindruckende Krallen und unglaubliche Augen - nicht nur die Kinder waren begeistert von unserem Besucher. Ein wenig rätselten wir, was wir mit unserem Besucher machen sollten: füttern (damit er satt ist und unsere Hühner in Ruhe lässt), einen Jäger holen, freilassen, noch ein wenig behalten? Ein Glück, dass ein Freund in der Nähe Spezialist für Greifvögel ist und uns einen Tipp gab: Decke rüberwerfen und ganz vorsichtig aus dem Gehege heraustragen und dann frei lassen. Vermutlich kommt er (oder ein anderer) wieder - aber auch wenn es ärgerlich ist, wenn unsere Hühner das Opfer sind: irgendwie hat diese so nahe Begegnung etwas in uns geändert, noch nie zuvor hatten wir die Möglichkeit gehabt, so lange und ausgiebig diesen Greifvogel zu betrachten. "Es ist halt viel Schnee und er findet sonst nix" - die Erklärung der Kinder sagt alles - die Natur hat ihre eigenen Gesetze. Nicht immer einfach. 

Kommentare:

  1. Das ist wirklich ein wunderschönes Tier. Vielen Dank für das Foto.

    AntwortenLöschen
  2. Das ist wirklich sehr beeindruckend!

    Unsere Kinder sind auch ziemlich abgeklärt, der Opa hat Schafe, Tauben und Hühner.
    Als unsere Älteste noch klein war wollte mein Mann von ihr wissen, ob man ein Pferd essen kann. Sie: "Neeeeeeeiiiiiin! Das muss man erst braten!" ;-)

    AntwortenLöschen
  3. Na, das ist ja mal kurios....
    Liebe Grüße!

    AntwortenLöschen
  4. Ein wirklich schönes Tier.
    Wir haben auch Hühner, kürzlich hat uns der Habicht in 10 Tagen 3 Hühner geschlagen , nun müssen sie im Stall bleiben, eine Vorsichtsmaßnahme....erstmal.
    Dabei könnten sie schön über eine Wiese schlendern.


    Liebe Grüße....ich lese so gerne deine Posts.
    Irene

    AntwortenLöschen
  5. Wir Menschen sind so gerne Schwarz-Weiß-Einteiler. Aber das klappt bei Lebewesen einfach nicht. Das Leben ist einfach so vielschichtig.

    AntwortenLöschen
  6. Katrin (ohne Blog)9. Januar 2018 um 16:00

    Ich kenne das auch, diesen Herbst haben wir dem Habicht auch schon zwei unserer Hühner lassen müssen. Wir haben zwar auch Bäume, unter denen er sie von oben nicht so gut sieht, aber es kommt trotzdem immer wieder vor.
    Es gehört dazu, schade für das Tier, das sein Leben lassen muss, aber so ist das in der Natur. Und es wird wieder vorkommen. Meine Kinder trauern zwar noch um jedes Huhn, aber sie können damit umgehen.

    AntwortenLöschen
  7. Eigentlich dann doch ein schönes Erlebnis. Ich beobachte sie auch immer nur aus der Ferne, wenn sie in der Koppel jagen.
    Lieben Inselgruß
    Kerstin

    AntwortenLöschen
  8. Was für eine beeindruckende Begegnung. Griessli Cornelia

    AntwortenLöschen
  9. So ein tolles Bild und eine interessante Geschichte... ja, ein faszinierendes Tier.
    LG
    S.

    AntwortenLöschen
  10. Wow was für eine tolle Aufnahme. Ich mag Greifvögel ja total gerne, aber wir haben auch keine Hühner. Eure Kinder haben es aber wunderbar erklärt.
    Liebe Grüße
    Sabine

    AntwortenLöschen
  11. ich freu mich, daß du ihn nicht "raub"vogel nennst wie es so häufig getan wird. er raubt ja nur aus der warte der "bestohlenen", von sich aus tut er nur was er tun muss, seiner art gemäß - beute greifen.
    ich wünsch euch einen schönen winter!

    AntwortenLöschen